Vorarlberg geht seinen Weg

Die Aus- und Fortbildung der Trainer im Ländle erhält ein praxisorientiertes Konzept.

Die Zeiten, in denen Vorarlbergs Trainer zu Ausbildungszwecken nach Wien, Graz, Klagenfurt, Salzburg oder Innsbruck reisen mussten, gehören nun der Vergangenheit an. Sportlandesrat Siege Stemer und Martin Keßler, Referatsleiter Sport im Landhaus, präsentierten das neu konzipierte Konzept zur Aus- und Fortbildung der Trainer in Vorarlberg. Stemer: “In den letzten Jahren habe ich mit meinem Team intensiv an der Verbesserung der Rahmenbedingungen im Sport und dabei speziell an den Bedürfnissen der Aktiven gearbeitet. Mit der Neustrukturierung des Olympiamodells, der Aufwertung der räumlichen Möglichkeiten im Landessportzentrum wurden Meilensteine gesetzt”, betonte der Sportlandesrat. Bei den Strukturerhebungen und Befragungen in allen 53 in Vorarlberg anerkannten Fachverbänden hat sich aber gezeigt, dass in der Aus- und Fortbildung der Trainer starker Handlungsbedarf entstanden ist.

Defizite erkannt

“Pro Fachverband gibt es in Vorarlberg derzeit durchschnittlich zwei staatlich geprüfte Trainer und fünf Lehrwarte bzw. 19 Übungleiter. Dies ist ein Defizit, das sich in der Betreuung der Aktiven bemerkbar macht”, unterstrich Keßler. “Dies liegt aber nicht daran, dass es zu wenig Leute gibt. Die Ursache dafür ist der enorme zeitliche und finanzielle Aufwand, der für eine solche Ausbildung in Österreich notwendig ist”, betonte der ehemalige Ruder-Nationaltrainer.

Start im September

Deshalb wird vom Sportservice Vorarlberg ab September eine aus drei Einheiten bestehende Trainerausbildung angeboten. “Wir gehen damit einen eigenen Weg, der sich durch seine Einzigartigkeit auszeichnen soll. Ein Trainer kann in Zukunft in Vorarlberg in drei Jahren eine sehr praxisorientierte Ausbildung machen. Anerkannte Fachleute, denen das Projekt “Vorarlberg Trainer” vorgestellt wurde, haben von einer revolutionären Idee gesprochen und bereits ihre Mitarbeit zugesagt”, so Mike Arnold. Der ehemalige Spitzenleichtathlet wird das Projekt “Sportler erfolgreich machen” im Olympiastützpunkt Dornbirn an vorderster Front begleiten.

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