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Vorarlberg: „Frutzkonkurrenz“ investiert in Hochwasserschutz

Der Ratzbach soll auf einer Länge von 400 Metern erweitert werden.
Der Ratzbach soll auf einer Länge von 400 Metern erweitert werden. ©m+g Ingenieure
Der Wasserverband „Frutzkonkurrenz“, an welchem Rankweil wesentlich beteiligt ist, wird den Ratzbach in Weiler auf einer Länge von rund 400 Metern erweitern, um den Hochwasserschutz zu verbessern.

Das Flussbett wird um rund neun Meter erweitert, zudem entsteht eine Niederwasserrinne in der Breite von ein bis zwei Metern. Eine solche Niederwasserrinne ist eine Absenkung, welche bei niedrigem Wasserstand das Wasser kompakt ableitet und Wasserleben genügend Wassertiefe bietet. Die Arbeiten werden voraussichtlich von Oktober 2018 bis Ende 2019 dauern.

August 2005

Zu einer Überschwemmung des Ratzbachs kam es zuletzt im August 2005. Damals wurde das angrenzende Betriebsgebiet – unter anderem auch das Unternehmen Weiler Möbel – mit rund 18.000 Kubikmetern Wasser überflutet. Aufgrund dieses Ereignisses wurden mehrere Variantenstudien erstellt, welche die Möglichkeiten zur Bewältigung erhöhter Wassermengen untersuchte: Im Gespräch waren eine Erweiterung des Flussbetts, ein Neubau der Brücke, ein Bypass sowie die Erhaltung von Rückhalteflächen.

100-jähriges Ereignis

2015 wurde mit dem Neubau der Brücke begonnen. Die Fertigstellung erfolgte 2016. Im Zuge dieser Arbeiten wurden zudem drei Niederwassergerinne mit einer Breite von 1,50 Metern und einer Tiefe von 50 Metern errichtet. Die nun anstehende Erweiterung des Flussbetts ist der nächste Schritt, um für ein 100-jähriges Hochwasserereignis gerüstet zu sein.

Die Baukosten für den Hochwasserschutz am Ratzbach – inklusiv dem 50-Prozent-Anteil am Neubau der Ratzbachbrücke – betragen 1,9 Millionen Euro. Rund 80 Prozent davon finanzieren Bund und Land, knapp 20 Prozent übernimmt der Wasserverband „Frutzkonkurrenz“. Im Wasserverband zusammengeschlossen sind die Gemeinden Rankweil, Meiningen, Koblach, Weiler, Klaus, Sulz, Röthis und Zwischenwasser.

(red)

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