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Vorarlberg: Die Zukunft des Kleinwalsertals

Wie sich in Zukunft Natur und Tourismus verieinen lassen, wird jetzt im Kleinwalsertal diskutiert.
Wie sich in Zukunft Natur und Tourismus verieinen lassen, wird jetzt im Kleinwalsertal diskutiert. ©VLK
Die Gemeinde Mittelberg und Kleinwalsertal Tourismus starten das Projekt „Natur bewusst erleben“, welches sich umfassend mit der Regionalentwicklung und der touristischen Zukunft des Kleinwalsertals auseinandersetzt.
„Natur bewusst erleben“

“Die Natur ist unsere Lebensgrundlage. Deshalb ist es von größter Wichtigkeit, eine gute Balance zwischen Freizeitnutzung und Natur- sowie Lebensraumschutz zu erreichen“, betonte Landesrat Johannes Rauch bei der Auftaktveranstaltung am Montag in Hirschegg.

Fruchtbarer Boden, sauberes Trinkwasser, Schutz vor Naturgefahren und Erholungsfunktion: Die von der Natur erbrachten „Ökosystemleistungen“ haben eine zentrale Bedeutung für das menschliche Leben. Mit wachsendem Druck auf den Naturraum durch die verschiedensten Nutzungen werden diese Leistungen allerdings immer knapper. Die vielfältigen Ansprüche und der Nutzungsdruck bringen eine Beanspruchung und mitunter auch eine Gefährdung der natürlichen Grundlagen samt Interessenskonflikten mit sich. Das Projekt „Natur bewusst erleben“ setzt hier an und umfasst drei Schwerpunkte:

    1. Gesamthafte Analyse des Naturraums der Gemeinde Mittelberg mit dem Fokus auf die Ökosystemleistungen insbesondere für die Lebensräume Moore, Grünland und Wälder: Erfassung des Ist-Zustands.
    2. Entwicklung eines beschlussfähigen Konzeptes für die Lenkung von Freizeit- und Lebensraumnutzung: Die Ergebnisse der Analyse sowie die Ergebnisse einer Umfrage aller relevanter InteressensvertreterInnen fließen in einem zweiten Schritt in ein umsetzungsreifes Konzept für die Lenkung der Freizeit- und Lebensraumnutzung im Kleinwalsertal ein.

Erarbeitung von Maßnahmen

    zur innovativen Wissensvermittlung inkl. Kurzbeschreibungen und Kostenschätzungen: Ziel ist, das Bewusstsein für die Naturvielfalt im Kleinwalsertal und deren positive Bedeutung zu fördern und Gäste und Einheimische zu sensibilisieren.

Bereits bestehende oder erarbeitete Projekte, Maßnahmen und Initiativen wie z.B. die Aktualisierung des Biotopinventars oder das Räumliche Entwicklungskonzept 2012 sowie alle Freizeit- und Naturaktivitäten werden einbezogen. „Es ist wichtig, dass das öffentliche Bewusststein für den Wert der Natur geschärft wird. Das Nebeneinander von Naturschutz und Freizeitnutzung sollte möglichst reibungslos funktionieren“, so Landesrat Rauch.

Projektziel

Ziel des Projekts „Natur bewusst erleben“ ist den Wert der Natur aufzuzeigen und in das Zentrum des öffentlichen Interesses zu rücken sowie zu einer nachhaltigen Sensibilisierung und Lenkung der Freizeit- und Lebensraumnutzung beizutragen. „Mit der intensiven Auseinandersetzung wird zusätzlich ein Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Nutzung von natürlichen Ressourcen beigetragen. Möglichen Interessenskonflikten und widerstreitenden Nutzungen in sensiblen Landschaftsräumen soll ebenfalls vorgebeugt werden“, betonte Bürgermeister Andi Haid.

Das LEADER-geförderte Projekt wird von REVITAL Integrative Naturraumplanung GmbH und der Universität Innsbruck fachlich begleitet. Gemeinsam mit den Partnern und unter Einbeziehung aller relevanter Interessensgruppen sollen die drei Schwerpunkte des Projektes bis Frühjahr 2020 erarbeitet werden.

(VLK)

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