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Landesschulinspektorin Karin Engstler
Landesschulinspektorin Karin Engstler ©VOL.AT

Vorarlberg: Bildungsdirektion dementiert Mobbingvorwürfe

Nach den Mobbingvorwürfen an der Mittelschule Feldkirch-Oberau meldet sich nun Landesschulinspektorin Karin Engstler zu Wort.
Vorwürfe der Eltern

Mobbing an der Mittelschule Feldkirch-Oberau? Landeschulinspektorin Karin Engstler von der Bildungsdirektion Vorarlberg ist mit den Anschuldigungen der Eltern vertraut. In einem Gespräch mit VOL.AT nimmt sie Stellung zu den Vorwürfen und wirft dabei den betroffenen Eltern gleichsam Mobbing vor.

Pädagogische Ratschläge

Ihrer Aussage nach handelt es sich zwar um eine strikte und rigide Lehrkraft, doch die Mobbingvorwürfe seien unzutreffend: „Mobbingvorwürfe kann man im Nachhinein nicht nachprüfen. Dafür müsste man Einvernahmen der Kinder vornehmen.“ Dies würde die Vorarlberger Bildungsdirektion generell ablehnen.

Die Bildungsdirektion Vorarlberg habe jedoch die Meinung der zuständigen Beratungslehrerin eingeholt und diese hätte die Atmosphäre in der Klasse nicht wie von den Eltern beschrieben bewertet. Zudem wurde der Unterricht der beschuldigten Lehrkraft besucht und die Themen der Beschwerde mit ihr und dem Schulleiter besprochen.

Es bedurfte im Anschluss zwar kleine pädagogische Ratschläge, doch diese würden nicht auf die schwerwiegenden Vorwürfe zurückgehen. Es habe sich vielmehr um Kleinigkeiten gehandelt, die fast jede Lehrkraft betreffen könnten.

Druck der Eltern

Den Vorwurf des Mobbings gibt Engstler an die Eltern zurück. Diese hätten eine ohnehin schwer erkrankte Lehrkraft durch ihr Verhalten zusätzlich noch nervlich geschädigt. Die Petition der Elternvertretung spiegle die Ansicht der Mehrheit wider, dass der Unterricht der beschuldigten Lehrperson zufriedenstellend war.

“Kein Wunschkonzert”

Insbesondere eine der betroffenen Mütter habe sich laut Engstler ständig in inakzeptabler Weise in Schulangelegenheiten eingemischt. Sie habe früher bereits einen Klassenvorstand austauschen wollen – dieser Bitte sei man damals nachgekommen. Es könne jedoch nicht jeder unliebsame Lehrer auf Wunsch einzelner Eltern ausgetauscht werden. „Es ist schließlich kein Wunschkonzert“, betont Engstler im VOL.AT-Gespräch.

Mangelnde Kompromissbereitschaft

Den Mangel an Kommunikation kann Engstler ebenfalls nicht bestätigen. Nachdem die erste Beschwerde schriftlich eingegangen ist, sei eine Verpflichtung zur Prüfung vorhanden gewesen. Neue Vorwürfe wurden jedes Mal geprüft und die Ergebnisse stets schriftlich an die Eltern versendet.

Es habe zudem Gespräche mit den Eltern gegeben, um eine Lösung zu finden: „Dies ist teilweise gelungen, teilweise nicht.“ Im Laufe der Zeit seien die Eltern mit manchen Antworten selbstverständlich auch unzufrieden gewesen. Doch Engstler betont, dass die Bildungsdirektion immer um eine Konfliktlösung bemüht war.

„Wir wollen keinem Kind etwas Schlechtes“, merkt sie an. Den Eltern wirft Engstler mangelnde Kompromissbereitschaft vor. Nachdem ein Klassenwechsel von den Eltern nicht in Betracht gezogen wurde und die Teilung der Klasse ebenfalls zu Problemen geführt hat, sei die Entscheidung der Mütter – einen Schulwechsel zu veranlassen – tatsächlich der letztmögliche Ausweg gewesen.

Anwalt beim Elternsprechtag?

Die Angaben zur Korrespondenz mit der Bildungsdirektion konnte Engstler teilweise bestätigen – Unstimmigkeiten gibt es dennoch. So sei die Anweisung, den Anwalt von der Teilnahme am Elternsprechtag auszuschließen, seitens Engstler erfolgt, nachdem die Schulleitung um Unterstützung gebeten hatte. „Wo kommen wir hin, wenn jeder einen Anwalt zu solchen Anlässen mitbringen würde“, untermauert Engstler ihre Entscheidung.

Allerdings sei den Eltern ein zusätzlicher Termin angeboten worden, bei dem der Rechtsbeistand Zutritt gehabt hätte. Dieser wurde jedoch nicht wahrgenommen. Dass die Rechtsabteilung diese Entscheidung im Nachhinein als rechtswidrig beurteilt hätte, sei Engstler nicht bekannt.

“Schüler wurden nicht ausgesperrt”

Auch bei dem mutmaßlichen Aussperren aus dem Klassenraum bleiben Divergenzen vorhanden. „Es hat an diesem Tag einen Anruf gegeben“, bestätigt Engstler, auch wenn Sie das Telefonat nicht selbst geführt hat. Der Vorwurf des Aussperrens sei trotzdem falsch. „Die Schüler wurden nicht ausgesperrt. Die Teilung der Klasse war abgesprochen, weil die Schüler nicht mehr von dieser Lehrerin unterrichtet werden sollten“, sagt Landesschulinspektorin Karin Engstler abschließend. (VOL.AT)

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