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Vorarlberg: Alpwirtschaft erbringt unverzichtbare Leistungen

Landesrat Christian Gantner und Landeshauptmann Markus Wallner bei der traditionellen Alpexkursion der Landesregierung.
Landesrat Christian Gantner und Landeshauptmann Markus Wallner bei der traditionellen Alpexkursion der Landesregierung. ©VLK/A. Serra
Die traditionelle Alpexkursion der Landesregierung führte am Donnerstag in die Arlberg- und Klostertalregion.
Rund um den Mehlsack

Ausgehend vom Zuger Älpele ging es zur Alpe Dalaaser Staffel, weiter zur Ravensburger Hütte bis zur Alpe Brazer Stafel. Beim Fischteich in Lech endete die Wanderung. In den Gesprächen mit den Alpverantwortlichen erneuerten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Christian Gantner ihr Bekenntnis zu einer intakten Alpwirtschaft. “Das Land wird die vielfältigen, wertvollen Leistungen weiter mit aller Kraft unterstützen”, versicherte Landeshauptmann Wallner.

32.353 Hektar Alpwirtschaft

In Vorarlberg wird mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche, konkret sind es 32.353 Hektar, alpwirtschaftlich genutzt. Durch die Bewirtschaftung dieser Gebiete wird wertvoller Kulturraum geschützt. Gleichzeitig wird die Attraktivität der heimischen Berglandschaft erhalten, was besonders für den Tourismus von zentraler Bedeutung ist. Nicht minder bedeutsam aus touristischer Sicht ist die Produktion von regionalen Alpspezialitäten wie etwa Vorarlberger Bergkäse.

“Der Wert unserer Alpen lässt sich gar nicht hoch genug einschätzen. Sie sind einerseits positive Imageträger für die Region, den regionstypischen Genuss und für ein einzigartiges Naturerlebnis. Auf der anderen Seite verkörpern sie Vorarlberger Identität und Tradition”, verdeutlichte Christian Gantner als zuständiger Landesrat.

Leistungsabgeltung in der Alpwirtschaft

Für etwa zwei Drittel aller Vorarlberger Bauernfamilien ist die Alpwirtschaft eine unverzichtbare Existenzgrundlage. Die Landesregierung werde sich deshalb weiterhin engagiert für diesen Bereich einsetzen, versicherte Landeshauptmann Wallner.

Mit der Landwirtschaftsstrategie “Landwirt.schafft.Leben” bekennt sich das Land zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Alpwirtschaft. Jährlich werden Fördermittel in der Höhe von knapp sechs Millionen Euro ausbezahlt, davon ca. 3,3 Millionen Euro aus Landesmitteln, um die gesellschaftlich wichtigen Leistungen der Alpverantwortlichen, Älplerinnen und Älpler abzugelten sowie den ländlichen Raum nachhaltig zu stärken.

39.500 Tiere auf 522 Alpen

In Vorarlberg verbringen aktuell rund 39.500 Tiere (ca. 23.650 Rinder, 8.590 Milchkühe, 3.000 Schafe, 860 Ziegen, 1.000 Pferde) den Sommer auf einer der 522 bewirtschafteten Alpen, davon 132 Alpen mit Käseproduktion. An die 1.000 Älplerinnen und Älpler, Sennerinnen und Senner sowie Helferinnen und Helfer sind landesweit im Einsatz. Den engagierten Bewirtschaftenden der Alpen sprachen Wallner und Gantner einen herzlichen Dank für ihren Einsatz und die wertvolle Arbeit aus.

Zudem lobte Landesrat Gantner die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Handel, Tourismus und Konsumenten. Diese sei notwendig für die bestmögliche Vermarktung von hochwertigen Alpprodukten in der Region. Weiteres dankten Wallner und Gantner auch den Arbeitgebenden wie Seilbahnunternehmen, Gewerbe- und Tourismusbetrieben, welche die Älplerinnen und Älpler bevorzugt anstellen und sie für die Alpzeit freistellen.

Traditionelle Wanderung

Die traditionelle Wanderung der Landesregierung nahm heuer in Lech ihren Ausgang. Erstes Ziel war die Alpe Zuger Älpele, wo die Regierungsmitglieder von den Bürgermeistern Florian Morscher (Klösterle) und Martin Burtscher (Dalaas) begrüßt wurden.

Nach aufschlussreichen Informationen über die Alpwirtschaft durch Alpobmann Mathias Kurzemann und die Alpbewirtschafter Helene und Thomas Felder (171 ha Weidefläche, 85 Kühe und 52 Rinder) ging es weiter zur Alpe Dalaaser Staffel (315 ha Weidefläche, 90 Kühe, 160 Stück Jungvieh, 28 Ziegen, 21 Pferde, 65 Hühner, 2 Kälber, Enten und Gänse) auf Dalaaser Gemeindegebiet, welche von Alpobmann Johannes Gantner und den Alpbewirtschaftern Cornelia und Christian Kohler vorgestellt wurde.

Die nächsten Stationen auf dem Weg waren der Spullersee und die Ravensburger Hütte sowie die Alpe Brazer Stafel (331 ha Weidefläche, 20 Kühe, 264 Rinder), wo Alpobmann Franz Burtscher und die Alpbewirtschafter Cornelia und Christoph Rhomberg alpwirtschaftliche und touristische Aspekte zur Sprache brachten. Anschließend besuchten die Regierungsmitglieder den Fischteich in Lech, wo die Exkursionsteilnehmenden von Bürgermeister Ludwig Muxel begrüßt wurden und die Exkursion ihren Abschluss fand.

(VLK)

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