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Vor allem Puch ein Denkmal gesetzt

Seit 1989 retten Elmar Wehinger und Wolfgang Weber, "was zu retten ist". Ihr Motorradmuseum steht in der Gisinger Bifangstraße. | Motorradmuseum [489KB]

Feldkirch (VN-tm) Da sitzen sie: Wolfgang Weber, der an die 60, 70 Oldtimer im Stall stehen hat. Martin Rauch, der sich schon mal am Wochenende auf seine 1000er „Reading Standard“ aus 1913 schwingt. Und Elmar Wehinger. „Mister Puch.“ Das darf man schon sagen. Wer sich privat ohne einen Cent Förderung ein Museum in den Hinterhof stellt, hat einen Ehrentitel verdient. Auch wenn sich da ein paar „artfremde“ Besonderheiten eingeschlichen haben – die erste Vespa etwa, „Lampe unten“, oder eine Titan aus 1918 – über allem wacht doch der Firmengründer Johann Puch. Fein gezeichnet. Vater der meisten Modelle, die Wehinger und seine Freunde zusammentrugen.

Berühmte Namen

Auf 90 m2 ruht da eine 800er Puch, der berühmte Vierzylinder-Viertakt-Boxer aus 1936, dort steht die S 4, das populärste Modell der Zwischenkriegszeit. Mit 10,5 PS. 7600 Stück bauten die Steirer bis 1940. Ganz zu schweigen von der 250er TF, dem ersten Nachkriegsmodell, und der robusten SG mit Schalenrahmen und Hinterradschwinge. Alle stehen sie da, als warteten sie nur darauf, dass Frühling wird. Und als Wehinger scherzhalber erwähnt, dass er sich demnächst einen modernen 250er-Roller anschaffen will, da schnaubt Wolfgang Weber nur: „Verräter.“ Und alle brechen sie in herzliches Gelächter aus. Nein, die Geschichte der Firma Puch, die wie Scott und Garelli dem Zweitakter zum Sieg verhalf, ist es allemal wert, nachempfunden zu werden. In Feldkirch kann man das. In der Bifangstraße, hinter der Firma VPW. Dort zeigen Wehinger & Co jederzeit und ohne Eintritt zu verlangen, wie bedeutend österreichische Zweiräder schon einmal waren. Sie sind die Hüter der Technik von einst. Rufen Sie an: 0 55 22/ 4 16 82. Es lohnt sich.

Geburt und Wiedergeburt

Die Geburtsstunde schlug 1923: Puch meldete den Doppelkolben-Zweitaktmotor zum Patent an. Die Wiedergeburtsstunde schlägt dann 1989. Da findet Elmar Wehinger in Heidenreichstein eine 125er-TT. Eine Ruine. Er kauft sie sofort. Es war ja nur eine Frage der Zeit. Wer als Bub unmittelbar nach dem Krieg seinen Lehrer bewundert für dessen Puch 200 und atemlos zuhört, wenn der aus der Lebensgeschichte des Firmengründers erzählt, der ist infisziert auf Lebenszeit. Solche Infektionen sind ansteckend. Roswitha Wehinger weiß das. Und sie bereut es nicht. Schließlich fuhr schon ihr Vater „mit dem Zweirad zur Jagd“.

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