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Von Risibisi und Herrn Pabügen

Alberschwende - Die neue HMBC-CD ist in den Startlöchern. Die VN haben Sänger Philipp Lingg im Studio besucht.
Bilder: HMBC im Studio
HMBC über die neue Single
Goldaward für den HMBC
HMBC wieder im Studio
HMBC arbeiten an neuer CD
HMBC live im "Bahnhof"
HMBC: "Goldene Schallplatte"

Plötzlich berühmt. Von der Idylle des Bregenzerwaldes ging es für fünf Musiker im August des Vorjahrs direkt in die österreichischen Charts. Alles andere als geplant, mehr aus Versehen, schaffte es „Vo Mello bis ge Schoppornou“ bis auf Platz zwei, erreichte mit über 19.000 verkauften Singles Goldstatus. Jetzt sind die Herren Philipp Lingg, Andreas Broger, Stefan Bär, Johannes Bär und Bartholomäus Natter zurück – mit einem neuen Album. Denn weg waren sie nicht wirklich. Seit dem Chart­erfolg touren sie wie Duracell-Häschen quer durch all jene Gefilde, in denen man den Wälder Dialekt zumindest im Ansatz zu verstehen glaubt.

 

Der Nachfolger ist da

 

Am kommenden Dienstag (26. April, im E-Werk Andelsbuch) zeigt der „Holstuonarmusigbigbandclub“ (in der Folge HMBC genannt) das neue Video erstmals der Weltöffentlichkeit. Die Präsentation des Albums namens „Lieble“ folgt am Samstag, 7. Mai, im Wälderhaus Bezau. Doch wie klingt der Nachfolger von „Vo Mello bis ge Schoppornou“? Die VN haben Sänger Philipp Lingg bei den letzten Feinschliffen im Studio besucht. Der verheißungsvolle Titel: „Vorreasso, vorkoft as loft“ (zu Deutsch: Verrissen, verkauft es läuft). „Das Video ist eine Fortsetzung von ,Vo Mello bis ge Schoppornou‘. Die Geschichte wird quasi weitererzählt“, erläutert der HMBC-Frontmann. Wir erinnern uns: Nach einer feuchtfröhlichen Nacht torkelt ein junger Mann von Egg heimwärts, stoppt Autos, läuft schließlich „vo Mello bis ge Schoppornou“ bis er „ietrolat i üsa Gadoschopf“. Und dann? Er fällt ins Bett und träumt. Von teuren Autos undRisibisi beispielsweise. Risibisi? „Reis mit Erbsen“, sagt Lingg. Ach so. „Das Lied ist ein Streifzug durch das vergangene Dreivierteljahr. Was Musik­business-technisch gelaufen oder auch nicht gelaufen ist – Realität und Fiktion werden ja wieder vermischt“, beschreibt der Sänger. „Wir haben aber tatsächlich nicht nur schöne Dinge erlebt. Einige Leute haben mit unschönen Mitteln versucht, uns um den Finger zu wickeln. Es ist eine sozialkritische Nummer, wichtig dabei ist aber auch das Augenzwinkern.“ Das Video stammt einmal mehr aus der Feder von Nikolaus Küng. Gedreht wurde das neue Meisterwerk – wie könnte es anders sein – in Schoppern­au. Am höchsten Punkt des Dorfes. Drei Tage lang, mit der Band, vier Statisten und jeder Menge Spaß. Der Text zu den Bildern klingt dann ungefähr so (für die korrekte Schreibweise der Dialektpassagen kann nicht garantiert werden): „Er hat mor gmejlot, gonz ungeniert. Mit deam hat ar se sealb blamiert. Er schrieb: Wir machen das große Geld, ja genauso wie es euch gefällt. Mit ein bisschen Playback, mit ein bisschen Showdrag, mit ein bisschen lügen, ein wenig betrügen, dann fahrn wir nach Rügen zu Herrn Pabügen.“

 

Querbeet

 

Das Repertoire auf der CD reicht von einem Trauerwalzer über einen gestandenen Marsch bis hin zu einer Balkannummer, Pop- und Rockstückchen oder Funkelementen. In Wälderisch, Englisch oder Deutsch. „Es ist alles dabei. Vier Leute aus unserer Band haben die Lieder geschrieben. Jede Nummer hat ihren eigenen Reiz. Die verschiedenen Stile sind die persönliche Unterschrift eines jeden. Darum ist diese CD auch eine Herzensangelegenheit“, führt der „Holstuonar“ aus. Man darf also gespannt sein auf ein buntes musikalisches Feuerwerk. Auch bei Lingg selbst macht sich langsam aber sicher Spannung breit: „Klar ist man nervös. Man ist gespannt, wie es die Leute aufnehmen werden.“ (VN/ ger)

HMBC im Gespräch mit VOL Live über ihre neue Single:

 

 

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