Von einer, der das Helfen im Blut liegt

Übersaxen - Wenns am schönsten ist, dann soll man bekanntlich gehen. Die langjährige Schulreferentin des Österreichischen Jugendrotkreuzes (ÖJRK) hat diese Volksweisheit wohl berücksichtigt, wenn auch nicht vorsätzlich.

Aber das „Finale“ ihrer beruflichen Laufbahn als Lehrerin und als Jugendrotkreuzreferentin hätte nicht schöner sein können. Bei einem von ihr initiierten Sponsorenlauf an der Volksschule Sulz wurde die Summe von 7100 Euro für das Rote Kreuz erlaufen. „Das war ein krönender Abschluss.“ Und ich glaube, alle wollten zu meinem Abschied mit ihrem kräftigen Einsatz nochmal ein Zeichen, auch als ‚Dankeschön‘ für mich, setzen“, freut sich die Neo-Pensionistin. Dass es darüberhinaus auch noch die Goldene Verdienstmedaille vom Roten Kreuz für ihren langjährigen Einsatz gab, war „sozusagen das i-Tüpfelchen obendrauf“.

Sozialaktionen

Zehn Jahre war Rosi Scherrer (damals Pechlaner) alt, als sie im Mädchengymnasium Gallusstift in Bregenz das Amt der Jugendrotkreuz-Schülervertreterin übernahm. Später an der LBA und an allen weiteren Dienstorten war ihre Leidenschaft das Organisieren von Hilfsaktionen: da wurden „Katastrophensäckchen“ gefüllt, nach dem Tsunami „Hygienepakete“ in die Krisengebiete verschickt, Ideen umgesetzt, Spenden gesammelt und vieles mehr. Alles gemeinsam mit „ihren“ Schülern, mit denen sie jede Aktion im Klassen-Tagebuch festhielt. Die Aufzeichnungen nimmt sie als ein pralles Paket an bewegenden und vor allem schönen Erinnerungen mit in ihren Ruhestand. Das „Helfer-Gen“ muss Rosi Scherrer wohl in die Wiege gelegt worden sein: „Meine Eltern haben es vorgemacht. Sie sind bis heute immer für andere Menschen da“, erklärt sie. So hielt es auch sie selbst, ob in der Hospizbewegung, beim ÖJRK, in der Schule oder im Alltag. Jetzt aber, so sagt sie, sei die Zeit gekommen, sich mehr um ihre Familie zu kümmern. Nach dem Tod ihres ersten Mannes ist die zweifache Mutter und mittlerweile auch Oma in zweiter Ehe glücklich verheiratet und freut sich auf eine „sportliche Pension“. Nach wie vor steht für sie aber fest: „Wenn man mich braucht, dann bin ich zur Stelle!“

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