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Von einem Trainer, dem der große Namen fehlt

Seit der WM 2008 wartet Srdan Gemaljevic auf eine neue Herausforderung.

Wird ein Trainer, der derzeit ein Trainer a.D. ist, irgendwo auf der Tribüne eines Klubs, der seinen Saisonzielen hinterherhinkt, gesichtet, wird diesem sofort nachgesagt, er lasse sich dort nur blicken, weil er auf den Posten seines Kollegen scharf ist. Srdan Gemaljevic ist seit zwei Jahren Gast in diversen Stadien und Fußballplätzen, ins Gespräch ist er deshalb aber nur selten gekommen. “Ich bekomme immer gesagt, wir haben dich nicht gefragt, weil du eh zu teuer bist”, zuckt der ehemalige Erfolgstrainer des Bundesligisten Casino SW Bregenz und Erstligisten FC Lustenau mit den Schultern. 2005/2006 war der gebürtige Serbe bei Esteghlal Teheran unter Vertrag, danach sozusagen Co-Trainer des iranischen Nationalteams bei der WM in Deutschland. Seither reist er umher, um einerseits zu lernen (Barca, Stuttgart, Lazio), andererseits um wieder einen Verein trainieren zu dürfen. Eine Rückkehr in den Iran wolle er seiner Frau nicht zumuten, obwohl es Angebote von Saipa Teheran oder auch vom iranischen Verband als Co-Trainer für Ali Daei gab. “Ich weiß, dass ich ein guter Trainer bin. Aber mir fehlt trotz der Erfolge, die ich hier hatte, der Name”, meint Gemaljevic, der immer noch nur unter “Gema” bekannt ist. Weil der große Name fehlt, hat sich der 48-Jährige vor wenigen Tagen entschieden, sich von einem der ganz Großen helfen zu lassen. In London traf sich Gemaljevic mit Pini Zahavi, einem der mächtigsten Männer im Fußball. Der Israeli gilt als einer der einflussreichsten Spielervermittler und Manager. Auf ihn baut nun auch Srdan Gemaljevic.

Wo sind die Spieler?

Im Fußball hierzulande würde der Lindauer laut eigener Aussage viel mehr auf den Nachwuchs der jeweiligen Vereine bauen. “Als ich von 2001 bis 2003 beim FC Lustenau war, hatten wir mit Baldauf, Minoretti und Netzer in der U19 sowie mit Jerkovic und Sara in der U21 fünf Spieler in verschiedenen Auswahlmannschaften. Heute haben die drei Bundesligisten zusammen nicht annähernd so viel”, gibt der Familienvater, der den Weg des ehemaligen ÖFB-Teamchefs Josef Hickersberger als goldrichtig sah, zu bedenken. Und: “Wo spielen die 2006/2007 siegreichen Spieler der U19 des BNZ Vorarlberg?” Dass Altach im dritten Jahr seiner Oberhaus-Zugehörigkeit erneut nur den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hat, auch darüber kann Gemaljevic nur den Kopf schütteln. “Und Kirchler wurde erst ausgepfiffen, jetzt wird ihm nachgetrauert.” Dass sich Srdan Gemaljevic nicht nur bei den großen Vorarlberger Klubs sehen lässt, beweist folgende Aussage: “Von der U12 des FC Dornbirn würde ich alle 15 Kinder verpflichten. Sie befinden sich technisch und spielerisch auf einem hohen Niveau. Und sie sind schnell.” Eine schnelle Rückkehr von Gemaljevic ins Trainergeschäft ist hingegen schon passee.

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