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Vom Trikot ins Kostüm

Heute startet Vorarlberg in den Fasching. Die hübsche Bregenzerwälderin Julia Keck präsentiert sich voller Stolz in ihrer Gardeuniform.
Heute startet Vorarlberg in den Fasching. Die hübsche Bregenzerwälderin Julia Keck präsentiert sich voller Stolz in ihrer Gardeuniform. ©VOL.at: Roland Paulitsch
Alberschwende – Als sich ihr Fußballverein zerschlug, gründeten Julia Keck und ihre Freundinnen die Alberschwender Garde.

Voller Begeisterung spricht die junge Vorderwälderin über ihr Engagement. Hinter dem steckt aber auch eine Geschichte. Vor ein paar Jahren wurde ihr Fußballverein einfach aufgelöst. Doch davon ließen sich Julia und ihre Freundinnen nicht beeindrucken. Kurzerhand überlegte man sich in der jungen Truppe Ersatz und kam dann auf die Idee. Da sie alle passionierte „Mäschgärle“ sind, wandten sie sich an die Alberschwender Faschingszunft und gründeten eine eigene Garde. „Dabei stand für uns alle der Spaßfaktor im Vordergrund“, erklärt die junge Frau mit einem verschmitzten Lächeln. Denn die Faschingsgilde der Wäldergemeinde, das hebt sie besonders heraus, wäre eine großartige Zunft. Hier ist man sich in Freundschaft verbunden, was auch durch gemeinsame freizeitliche Aktivitäten außerhalb der fünften Jahreszeit bestätigt wird.

Mit Leib und Seele Gardistin

Und was macht den Fasching so einzigartig? Da braucht Julia nicht lange zu überlegen: „Der Fasching ist einfach etwas Besonderes. Die Leute, die Wagen, die Stimmung, einfach alles.“ Selbstverständlich erstreckt sich der Einsatz der Alberschwender Garde nicht nur auf den Faschingsumzug selbst. Auch beim närrischen Treiben danach sind Julia & Co. stets live dabei: „Wir sind nämlich eine super Truppe und haben es miteinander immer lustig.“ Dabei spielt es auch keine Rolle, wo das Fest steigt. Denn die Gardistinnen sind schon ganz schön in Vorarlberg herumgekommen. „Letztes Jahr waren wir eigentlich überall mit von der Partie. Sogar in Rankweil und Bludenz konnte man uns sehen“, weiß Julia zu berichten. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass es die Equipe vor drei Jahren noch nicht mal gegeben hat. Diese Faschingssaison jedenfalls steht ein erstes großes Highlight an. Denn da veranstaltet Alberschwende nach zwei Jahren Abstinenz einen Faschingsumzug, und Julia mit ihren Freundinnen darf Premiere vor eigenem Publikum feiern. Das Ziel dafür? „Den Fasching gebührend eröffnen!“, so Julia triumphierend. Schließlich ist man bei diesem Auftritt besonders motiviert und hat sich auch eigens neue Kostüme zugelegt. Jene werden von Gerda, einer der Mütter der Gardistinnen, aufgemöbelt.

Zwölf wären perfekt

Noch umfasst die recht frischgebackene Garde acht Mädels. Allerdings hofft die 19-Jährige auf ein wenig mehr: „Zuwachs ist immer herzlich willkommen. Mein Ziel wären zwölf Leute.“ Die potenziellen Neumitglieder sollten dabei natürlich die Faschingsbegeisterung und den Spaß an der Sache teilen, aber auch für die Traningseinheiten motiviert sein. Diese starten die Alberschwenderinnen jeweils im September. Unter den Augen von Andrea wird zweimal pro Woche der Feinschliff für den großen Moment vorgenommen. Den beschreibt Julia so: „Es ist einfach großartig, auf der Bühne zu stehen, den Applaus zu bekommen und die Begeisterung zu spüren.“ Dann bleibt nur mehr, der sympathischen Garde viel Glück zu wünschen.

Zur Person Julia Keck

  • Geboren: 19. Dezember 1991
  • Ausbildung: Technische Zeichnerin
  • Laufbahn: Architektur Hagspiel
  • Familie: ledig
  • Hobbys: Garde, Lesen, Skifahren
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