AA

Vom Rudersitz auf den Beamtenstuhl

Nach 15 Jahren Leben aus dem Koffer wird Martin Kessler seine Zelte wieder in Vorarlberg aufschlagen und im Herbst die Leitung des Sportreferates im Amt der Vorarlberger Landesregierung übernehmen.

Der am 9. November 44 Jahre alt werdende Bregenzer tritt damit die Nachfolge von HR Mag. Udo Albl an, der vor 20 Jahren dieses Ressort im Landhaus ins “Leben” gerufen hatte. Der Rudernationaltrainer, der sein Amt nach der Bestellung im Jänner 2005 bis Ende der Saison 2006 nach acht Jahren nun vorzeitig an den “Nagel” hängen wird, hat konkrete Vorstellungen von seiner neuen Aufgabe. Im “Jugend- und Nachwuchssport”, eines der Hauptthemen seines zukünftigen “Chefs”, Sportlandesrat Siegi Stemer, sollen durch gezielte Förderungen grundlegende Strukturen geschaffen werden. Voraussetzung dafür sollen richtungsweisende Konzepte sein, die gemeinsam mit den Fachverbänden entwickelt und umgesetzt werden sollen. Daneben sollen aber die Aus- und Weiterbildung von Trainern bzw. die Partnerschaft mit Schulen einen “frischen Wind” erhalten.

Im Spitzensport will Kessler die sowohl quantitativ und qualitativ gut funktionierenden Zellen optimal unterstützen, in Kooperation mit den Fachverbänden Modelle erstellen und durch ihre konsequente Umsetzung Erfolge sicherstellen. Als Basismodell soll dabei das bereits installierte V.O.L.T-Modell (Vorarlberger Olympia-, Leistungs- und Talentekader) dienen.

Kessler selbst sieht den Wechsel vom Trainerstuhl auf den Beamtensessel nicht als Abschied von der “Front”. “Ich werde weiterhin so oft als möglich vor Ort sein. Der einzige Unterschied ist, das ich nun nicht mehr nur in der Ruderszene, sondern in allen Sparten tätig sein werde”, so der angehende Sportwissenschaftler.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg Sport
  • Vom Rudersitz auf den Beamtenstuhl
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.