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Vollversammlung: 97 Prozent für Alma-Verkauf

Schwarzenberg - 97 Prozent stimmten bei der Vollversammlung der Alma-Käsereigenossenschaft dem Verkauf an die Privatkäserei Rupp zu. Damit steht dem Käse-Deal nichts mehr im Wege.  | Reaktion | Archiv  

In einer historischen außerordentlichen Generalversammlung votierten am Montagvormittag die Genossenschafter der Alma für die Übernahme durch den jahrzehntelangen privaten Mitbewerber Privatkäserei Rupp AG. Der von Vorstand und Aufsichtsrat bereits im Vorfeld paktierte Verkauf des operativen Geschäftes und der Marke an Rupp wurde mit einer Zustimmung von 97,28 Prozent (der 442 abgegebenen Stimmen von rund 170 anwesenden Genossenschaftern) gutgeheißen, der Verkauf der Alma-Liegenschaft in Hard mit 97,24 Prozent. Und auch die Absicht der weiterhin existenten Genossenschaft Alma, den von Rupp zu zahlenden Verkaufserlös in die Alpenkäse GmbH einfließen zu lassen, an der die Genossenschaft einen 51-Prozent-Mehrheitsanteil hält, wurde mit 92,94 Prozent gebilligt.

Auf der denkwürdigen Generalversammlung legten Alma-Obmann Reinhard Bechter und Alma-Direktor Mag. Philipp Nachbaur noch einmal die Beweggründe dar, die nach monatelanger Prüfung auch anderer Optionen für einen Verkauf an Mitbewerber Rupp ausschlaggebend waren. Conclusio dieser Analysen: Keine der prinzipiell möglichen Alternativen hätte der Alma ein Weiterexistieren aus mehr oder weniger eigener Kraft ermöglicht, die Übernahme durch den privaten Lochauer Mitbewerber „war die Bestlösung“ (Bechter). Dementsprechend moderat fielen denn auch die kritischen Stellungnahmen der Genossenschafter aus, vielmehr dominierten Sachlichkeit, aber schon auch deren Wehmut, dass hier ein Kernstück regionaler Alp-, Käse- und Milchwirtschaftsgeschichte mit heutigem Tag Geschichte geworden ist.

Übernehmer Dr. Josef Rupp sicherte auch den Genossensachaftern zu, die Marke Alma nicht nur weiterführen, sondern aktiv pflegen zu wollen, freilich bei möglichst rascher Ausmerzung jetzt bestehender Doppelgleisigkeiten. Seine Hauptkalküle für die Alma-Übernahme seien nicht nur eine von Beginn an optimale Auslastung seines neuen Produktionswerkes in Hörbranz, sondern auch die so erzielte Steigerung der Wettbewerbesfähigkeit am „Spielfeld Europa“ und der Ausbau des „Verhandlungsgewichtes“ gegenüber den immer noch stärker konzentrierten Abnehmern (Handelsketten) gewesen. Die Genossenschafter appellierten an den neuen Alma-Eigentümer, neben der ausgesprochenen Abnahmegarantie für die Sennereien und Alpen vor allem auch „Käse- bzw. Milchpreise zuzugestehen, die eine angemessene Einkommensbildung zulassen“.

Kein Abstimmungsthema war heute die im Bregenzerwald geplante, neue „Leitsennerei“. Dieser Punkt wurde auf eine spätere Generalversammlung vertagt – bis dahin soll eine bereits installierte Arbeitsgruppe abstimmungsfähige Unterlagen aufbereiten und vor allem das entsprechende Konzept (einschließlich der den bestehenden Sennereien zugedachten Rolle) ausarbeiten. Auch LR Erich Schwärzler und Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger appellierten an Zusammenhalt und Zusammenrücken aller Akteure in der Region, zumal auch deren Abnehmer europaweit in immer noch konzentrierterer Form auftreten.

www.alma.at

www.rupp.at

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