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Volle Packung für Helden

Oblivion hat sich auf der Xbox 360 nicht nur grafisch abgesetzt, es ist derzeit auch die Rollenspielreferenz. Mit dem Addon „Shivering Isles“ legt Ubisoft nun ein Schäuferl nach. 

Oblivion hat sich auf der Xbox 360 nicht nur grafisch abgesetzt, es ist derzeit auch die Rollenspielreferenz. Mit dem Addon „Shivering Isles“ legt Ubisoft nun ein Schäuferl nach.  
  

  
Die namensgebende Insel ist in etwa so groß wie eine der Städte in Oblivion plus reichlich 3D-Umgebung. Für Profis 10 Extra-Spielstunden voller abgedrehter Erlebnisse, Gemütlichzocker dürften länger daran haben. Die Shivering Isles sind so eine Art Wunderland, man hat das Gefühl, nun dürfte gleich mal Alice um die Ecke biegen.
  

  
Der Auftrag für durch das Haupspiel gestählte Recken: Für Sheogorath, den Chef über die Zitternden Inseln, ein paar Focus-Kristalle holen, die zum Justieren des Urteilsnexus gebraucht werden. Details erfährt man beim listigen, brutalen und ziemlich übel gelaunten Daedra-Fürsten in seinem Palast, der in der getrennten Hauptstadt der Inseln liegt. Neu Sheoht besteht aus zwei Abschnitten, von denen Bliss  ein Anwärter auf das Welt-Kulturerbe, – Tiegel jedoch ein selbiger von sämtlichem schlechten der Insel zu sein scheint. Das gesamte Eiland ist von Manie und Demenz verseucht.
  

  
Der Weg zur Shivering Isle ist ein ebenso abgedrehter: Wagemutige müssen in ein steinernes Maul klettern, das erst 24 Ingame-Stunden nach der Installation aus dem Wasser auftaucht, Warten ist also angesagt. In einer Albtraumsequenz muss man sich dann für oder gegen den Einsatz auf der Insel des Wahnsinns entscheiden. Dem Gegnersystem von Oblivion angepasst, können sich auch niedriglevlige Charaktere auf die Insel wagen, ein nervenstarker Charakter auf der anderen Seite des Schirms vorausgesetzt.
  

  
Nach dem Start auf der Insel findet man sich in einem umschlossenen Areal namens Randland wieder, vor der Weiterreise muss man den hünenhaften Wächter besiegen, der einen am Betreten der Insel hindert. Der gute hat nämlich die beiden erforderlichen Schlüssel zum Verlassen des Randlandes verschluckt, und darauf zu warten, dass sie auf natürlichem Wege zutage treten, ist natürlich unter der Würde eines strahlenden Helden. In einem kleinen Dorf soll die unfreundliche Zauberin, die den Wächter kreiert hat, weiterhelfen. Hier trifft man auf weitere Irre: In diesem Fall ein Knochensammler, der partout die Knochen des Helden haben will. Die Insel wimmelt nur so von abgedrehten Typen. Der eine hat Angst, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt, der andere will im Freien schlafen und schafft es nicht und wieder einer lechzt nach Milchbrötchen.
  

  
Dem tragen die Quests Rechnung, die man erhält und sind selten logisch. Von Umfang und Schwierigkeit her sind die Quests aber mit dem Grundspiel zu vergleichen.
Dabei trifft man auch zwangsläufig auf eines der gut ein Dutzend neuer Monster. Dazu zählen die knarrenden Knorze aus Holz, die fischartigen Grummits oder wild hoch springende Viecher, die drohen, einem das Leben auszusaugen. Gift, Psychoeffekte oder Zauber sind auf den Inseln an der Tagesordnung.
  

  
Auf dem Weg in die Hauptstadt wähnt man sich optisch weniger in Oblivion, als in seinem Vorgänger Morrowind,  alles sieht organisch aus, Wurzeln schlingen sich um Ruinen und es wachsen riesige Pilze, die sogar Wälder bilden. Das Land ist allerdings dünner besiedelt, denn Orte sind recht selten.
  

  
In punkto Sound hat sich leider nichts getan, da es weder neue Musik noch neue Sprecher gibt. Die Texte sind im Gegensatz zum Hauptspiel damals weitgehend fehlerfrei übersetzt. Summa summarum ist Shivering Isles auch technisch ein würdiges Addon.
  

  
Fazit:
  

  
Shivering Isles ist ein gelungenes Addon geworden. Für Zocker, die das Grundspiel schon durch haben, und nach einer neuen Herausforderung und Abenteuern suchen, ist ein Ausflug auf die Zitterinseln die paar Euro wert. Besonders Freunde der schrägen Unterhaltung dürften ihre helle Freude an den Shivering Isles finden. Ein tolles Stück Software und eine interessante Ergänzung für alle Oblivion-Fans.

  

  

Dazu möchte ich The Elder Scrolls 4, Knights of the Nine empfehlen, eine Sammlung von neuem Content, der auf der Xbox 360 gegen Bezahlung downloadbar war. Die Story des Ordens der Neun wird stilecht und weitgehend spannend erzählt und kann mit so mancher Sage über mittelalterliche Könige mithalten. Das alte Oblivion-Feeling stellt sich schon nach kurzer Eingewöhnung wieder ein und die Zeit vergeht wie im Fluge. Interessant: Der Protagonist hat die Aufgabe, den Kreuzfahrer-Orden neu zu beleben, indem man neue Kämpfer zum Ritter schlägt. Daneben finden sich neue Locations, neue Gegenstände, neue Feinde und eine neue Fraktion im Addon.

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