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Voll gefordert

Der FC Kärnten ist auch im dritten Anlauf gescheitert, in die zweite Runde des Fußball-UEFA-Cups einzuziehen, hat Feyenoord Rotterdam aber voll gefordert.

Nach PAOK Saloniki (2001) und Hapoel Tel Aviv (2002) kam diesmal gegen Feyenoord Rotterdam das Aus für die Klagenfurter. Die Niederländer, die das Hinspiel vor drei Wochen glücklich mit 2:1 gewonnen hatten, feierten am Donnerstag einen schmeichelhaften 1:0-Erfolg und schafften mit dem Gesamtscore von 3:1 den Aufstieg. Damit ist Österreich in der zweiten UEFA-Cup-Runde nur noch durch den SV Salzburg (nach dem sensationellen 2:1-Auswärtssieg gegen Udinese) vertreten.

Rund 7.000 Zuschauer pilgerten ins Wörthersee-Stadion, trotzdem kam angesichts dieser Rekordkulisse beim Kassier keine Freude auf. Da zwei Zusatz-Tribünen ohne UEFA-Genehmigung aufgestellt worden waren, stand das Spiel sogar vor der Absage. Die UEFA-Delegierten gaben dann zwar doch Grünes Licht für das Match, doch eine saftige Geldstrafe wird den Kärntnern wegen dieses Vergehens wohl nicht erspart bleiben.

Die erste große Chance im Spiel hatten die Kärntner, die sehr druck- und schwungvoll begannen, in der achten Minute, als Ambrosius nach einer Schellander-Flanke über das Tor köpfelte. Das vorentscheidende Tor schossen aber die Gäste: Nach Pass von Kuijt stand der von der Kärnten-Abwehr vernachlässigte Thomas Buffel goldrichtig und nutzte die erste Feyenoord-Möglichkeit eiskalt zum 0:1.

In der Pause entschloss sich Kärnten-Trainer Hannes Haubitz zu einem Doppeltausch und brachte Kabat für Ambrosius sowie Kampel für Kogler. Diese Umstellungen brachten neuen Schwung ins Spiel der Hausherren. Aber Feyenoord-Schlussmann Zoetebier zeichnete sich in der zweiten Hälfte gleich mehrmals aus und hatte entscheidenden Anteil am Auswärtssieg des UEFA-Cup-Champions 2002, der mit dem FCK mehr Mühe als erwartet hatte.

FC Kärnten – Feyenoord Rotterdam: 0:1 (0:1)
Wörthersee-Stadion Klagenfurt, 6.800, SR Loizou
Tor: 0:1 (15.) Buffel
Feyenoord mit 3:1 in der zweiten Runde

Hannes Haubitz (Kärnten-Trainer): “Wir haben wesentlich mehr Chancen gehabt als Feyenoord, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Wir konnten aber die Anfangs-Euphorie nicht nutzen und haben dann ein dummes Gegentor bekommen. Ich bin schon etwas enttäuscht, denn die Chance war da.”

Jörg Haider (Präsident FC Kärnten): “Ich habe natürlich mitgelitten. Es hat heute nicht sein sollen, das gegnerische Tor war wie vernagelt. Die Mannschaft hat aber eine gute Leistung gezeigt.”

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