Volksanwältin für sozial Benachteiligte

Bregenz - Gabriele Strele will als neue Volksanwältin klaren Schwerpunkt auf Soziales legen.

Als Nachfolgerin von Felix Dünser tritt die Bregenzer Juristin Gabriele Strele heute das Amt der Landesvolksanwältin für Vorarlberg an. Eine Funktion, auf die sie ihr Gatte und Rechtsanwalt Peter Strele aufmerskam gemacht hatte. „Dann würden sich endlich deine ganzen Ausbildungen bezahlt machen“, will er seiner Frau die Bewerbung nahe- gelegt haben.

Späte Berufung

Erst 1994 wurde mit Beginn des Studiums das Interesse der 52-Jährigen an den Rechtswissenschaften geweckt. Zuvor war Strele viele Jahre in der Erwachsenenbildung im psychosozialen Bereich sowie im Ehe- und Familienzentrum der Diözese Feldkirch beschäftigt. Ehrenamtlich ist die dreifache Mutter auch heute noch als Vizepräsidentin des Familienverbandes sowie als Kuratoriumsmitglied der Stiftung Maria-Ebene tätig. Aufgaben, die sie weiterhin wahrnehmen will. „Sofern es zeitlich machbar ist“, betont sie. Entsprechend ihrer beruflichen und ehrenamtlichen Vergangenheit will die Bregenzerin ihren Schwerpunkt in der Landesvolksanwaltschaft im Bereich Soziales legen. „Menschen, die zu mir kommen, sollen wissen, dass ihr Anliegen sehr ernst genommen wird“, sagt Strele. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ wolle sie aber auch an die Eigenverantwortung des Einzelnen appelieren. „Ich möchte den Menschen nicht alles abnehmen. Sie sollen auch selber tätig werden“, betont sie.

Keine Tipps von Dünser

Große Veränderungen in der Amtsführung will die dreifache Mutter vorerst aber keine vornehmen. „Die bewährte Richtung von Felix Dünser soll fortgeführt werden“, so die Bregenzerin. Erst nach einer gewissen Einarbeitungszeit wolle sie dem Amt ihren persönlichen Stempel verpassen. Hat der Vorgänger bereits hilfreiche Tipps gegeben? „Er hält sich diesbezüglich sehr zurück und möchte mir nichts aufdrängen“, erklärt Strele. Eines aber habe er ihr deutlich gemacht: „Als Landesvolksanwältin bist du nicht ‚Everybody‘s Darling‘“, stimmte Dünser die neue Landesvolksanwältin bereits auf zahlreiche Konflikte mit Behörden und Ämtern ein – eine der zentralen Herausforderungen für die harmoniebedürftige Juristin. Als „Feind der Behörden“ will Strele jedoch nicht in Erscheinung treten. „Eine gute und vernünftige Lösung liegt im Interesse aller Beteiligten in einem Konflikt“, sagt sie. Und sollten die Konflikte dann doch einmal ausarten, sucht Strele Entspannung und Erholung im Kreise der Familie. „Meine Kinder sind zwar alle schon ausgezogen, kommen aber oft und gerne nach Hause“, freut sich die neue Volksanwältin.

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