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Vogelgrippe auch in Kuwait

In Kuwait ist nach dem ersten Auftauchen des auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 in der Golfregion Kritik an den Behörden laut geworden. In China wurde der H5N1-Erreger nachgewiesen.

Zwar sei Geflügelfleisch untersucht worden, der Test auf Vogelgrippe sei den einheimischen Behörden aber gar nicht möglich gewesen, berichtete die kuwaitische Zeitung „Al-Watan“.

In China wurde unterdessen nach Angaben des Agrarministeriums in einer weiteren Provinz der H5N1-Erreger nachgewiesen. Es ist bereits der achte gemeldete Fall seit einem Monat. In Vorbereitung auf eine weltweite Vogelgrippe-Epidemie hat China nach Medienberichten ein eigenes Anti-Grippemittel entwickelt.

Es handle sich um ein Alternativ-Präparat zu dem vom Schweizer Pharmaunternehmen Roche produzierten Tamiflu, berichtete die Zeitung „Information Times“ unter Berufung auf den Direktor des Guangzhou-Instituts für Atemwegserkrankungen, Zhong Nanshan. Das neue Mittel sei bei der Bekämpfung des Virus sehr effektiv, wurde Zhong zitiert. Nähere Angaben dazu, wann das Präparat erhältlich sei, machte das Blatt nicht.

Die Anfang November in China gemeldeten Fälle von Vogelgrippe wurden inzwischen bestätigt. 31.000 Vögel wurden in mehreren Dörfern der zentralen Provinz Hubei getötet, nachdem etwa 2.500 Tiere auf Geflügelhöfen an Vogelgrippe verendet waren, berichtete das Ministerium am Samstag. Bisher war in China kein Fall von Vogelgrippe bei Menschen bestätigt worden. Die staatlichen Medien berichteten am Samstag, dass Experten Vogelgrippe als Grund für die Erkrankung der Einwohner in sechs Dörfern ausschlössen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO unterstützt China dabei, Infektionen in Hunan zu untersuchen. Die offiziellen Medien räumen ein, dass drei Menschen in der Provinz, bei denen Lungenentzündung diagnostiziert wurde, mit Hühnern zu tun hatten, die am Virus H5N1 eingingen. Experten der WHO überprüfen die Labortests von drei erkrankten Menschen. Dazu gehört auch der eines zwölf Jahre alten Mädchens, das inzwischen gestorben ist.

In Thailands Hauptstadt Bangkok ist ein 18 Monate alter Bub an Vogelgrippe erkrankt, der angeblich keinen engen Kontakt zu infiziertem Geflügel hatte. Die thailändischen Behörden bestätigten am Sonntag, dass bei dem Kleinkind, Worawut Ruesrijan, das H5N1-Virus festgestellt wurde. Sie räumten gleichzeitig ein, dass das Kind mit dem Kot der Hühner, die seine Familie hinter dem Haus hält, in Berührung gekommen sein könnte. Die Tiere waren am 31. Oktober verendet, einen Tag später wurde der kleine Worawut krank. Die private Geflügelhaltung ist in der Zehn-Millionen-Stadt Bangkok weit verbreitet und eine Gefahr für die Ausbreitung der Vogelgrippe.

Ein Sprecher des thailändischen Gesundheitsministeriums sagte am Wochenende, Worawut sei einer von vier Vogelgrippe-Patienten, die derzeit in Thailand behandelt würden. Insgesamt war in Thailand von 21 bestätigten Fällen von H5N1-Infektionen bei Menschen berichtet worden. 13 von ihnen waren gestorben. Worawuts Großmutter hatte am vergangenen Dienstag ebenfalls Symptome einer Infektion gezeigt. Labortests, die bestätigen, ob auch sie das H5N1-Virus trägt, lagen zunächst nicht vor.

Wissenschafter in Vietnam warnten staatlichen Medien zufolge unterdessen, das gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 habe sich verändert. Der Erreger sei inzwischen viel gefährlicher für Säugetiere als zunächst angenommen. Wissenschafter befürchten, dass das H5N1-Virus mutieren könnte, so dass das Virus dann auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden könnte. Seit das H5N1-Virus zum ersten Mal 1997 in Hongkong auftrat, starben in Asien mehr als 60 Menschen an der Krankheit.

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