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voestalpine droht mit Investitionsstopp

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Der Generaldirektor des börsenotierten Stahlkonzerns voestalpine AG, Wolfgang Eder, droht mit einer Reduktion der Stahlproduktion in Linz, wenn die EU die Pläne zur CO2-Reduktion nicht verändert.

Wir sind schon jetzt die saubersten, das ist aber der EU scheinbar noch nicht genug”, wird Eder laut WirtschaftsBlatt-Sonderausgabe “Wirtschaftsraum Oberösterreich” zitiert. Er hatte zuletzt ein Benchmark-Konzept für die jeweiligen Industriesektoren vorgeschlagen, also auch für die Stahlindustrie. Dort sollte der beste mit den geringsten Emissionen von Abgaben freigestellt werden, die restlichen nicht. Und jenes Unternehmen, das am wenigsten für die Umwelt tut, sollte derart belastet werden, dass es keine Zukunft hat. Das wäre ein selbstregelndes System, denn damit würde der Durchschnitt der Emissionen kontinuierlich sinken.

Sollte die EU darauf beharren, keine Freizertifikate für besonders umweltfreundliche Stahlhersteller einzuführen, beabsichtigt der Generaldirektor als erstes die beiden weiteren Ausbauschritte in Linz auf sechs bzw. 6,5 Millionen Tonnen Stahl zu streichen. Danach könnte der Standort um eine weitere Mio. Tonnen heruntergefahren werden. Eder: “Im Vergleich zu dem, was wir in Linz geplant haben, würde das dann sogar heißen, dass wir um zwei Millionen Tonnen zurückgehen.”

Der Stahl würde dann am neuen Standort am Schwarzen Meer produziert werden, wo die voestalpine derzeit in vier Ländern auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein neues Stahlwerk ist. Dieses ursprünglich auf fünf Millionen Tonnen ausgelegte Werk werde dann aufgestockt, sagt Eder: “Die Planungen sehen elf Millionen Tonnen Stahl für die Division Stahl vor – sechs Millionen Tonnen in Linz und fünf Millionen Tonnen an einem neuen Standort. “Wenn, wie gesagt, die Umweltgesetzgebung extrem kritisch wird in Österreich, könnten wir von den elf Millionen Tonnen bis zu sieben Millionen Tonnen am neuen Standort machen.”

Laut Eder sollen die Entscheidungen für und gegen einen Ausbau beziehungsweise eine Teilverlagerung aus Linz noch 2009 fallen. Eine aus heutiger Sicht erst für 2011 zu erwartende endgültige Entscheidung der EU zu den CO2-Richtlinien komme in diesem Fall zu spät.

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