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Vlbgs. Wirtschaft wuchs über Ö-Schnitt

Vorarlbergs Wirtschaft weist einen klar positiven Trend auf. LH Sausgruber, LR Rein und Wirtschaftskammerpräsident Kuno Riedmann informierten beim Pressefoyer über die Eckdaten.  LH Sausgruber, Kuno Riedmann, LR Rein

Überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum (plus 3,5 Prozent), eine gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, starkes Exportwachstum (plus neun Prozent) – dennoch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen, betont Landeshauptmann Sausgruber: “Die wirtschaftspolitischen Schwerpunkte des Landes für mehr Beschäftigung werden ebenso wie die Investitionen in Bildung und Ausbildung fortgesetzt”.

Nach den Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung konnte das reale Wirtschaftswachstum Österreichs im Jahre 2006 um 3,2 Prozent gesteigert werden. WK-Präsident Riedmann: “Das Wirtschaftswachstum in Vorarlberg liegt bei über 3,5 Prozent”.

Die Zahl der unselbständig Beschäftigten stieg im Jahresdurchschnitt 2006 um rund 2.400 (+1,7 Prozent) auf 141.200 Personen. Die Arbeitslosigkeit war im Jahresdurchschnitt 2006 in Vorarlberg rückläufig. Die Arbeitslosenquote betrug 6,2 Prozent (Österreichschnitt 6,8 Prozent) und ist gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent-Punkte gesunken.

Sachgüterproduktion mit starken Zuwächsen

Die Sachgüterproduktion der Vorarlberger Gewerbe- und Industriebetriebe hat sich im Jahre 2006 wieder sehr gut entwickelt. LR Rein: “Hervorragend war die Entwicklung im Maschinenbau (+21 Prozent), bei Metallwaren (+18 Prozent) und in der Kunststoffbranche (+14 Prozent).” Unterdurchschnittliche Zuwächse gab es im Elektrobereich (+8 Prozent) und bei Nahrungsmitteln (+3 Prozent). Stark rückläufig war die Entwicklung dagegen wiederum im Textilbereich (-11 Prozent).

Konjunkturmotor Industrie

Innerhalb der Sachgüterproduktion zeigte sich einmal mehr die Industrie als “Konjunkturmotor”. Im Jahre 2006 nahm die Produktion (Umsatz) um nominell 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu (österreichweit waren es 9,3 Prozent).

Hohe Exportleistungen

Nach den vorläufigen Ergebnissen wird im Kalenderjahr 2006 die Exportsteigerung der Vorarlberger Unternehmen gegenüber dem Vorjahr auf plus neun Prozent geschätzt. Die Summe der exportierten Waren und Dienstleistungen wird sich auf über sechs Milliarden Euro belaufen – laut LH Sausgruber “eine Bestätigung dafür, dass Leistungen der Vorarlberger Wirtschaft trotz massivem Wettbewerbsdruck auf den internationalen Märkten nach wie vor gefragt sind”.

Einen Boom gab es auch im Baubereich, der Produktionswert konnte um 18,3 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode erhöht werden (österreichweit waren es 13,3 Prozent), während die Entwicklung im Vorarlberger Tourismus rückläufig ist: Im Sommer 2006 konnten mit 3,14 Mio. Übernachtungen die Nächtigungsergebnisse der Vorjahre nicht erreicht werden. In den ersten fünf Monaten der Wintersaison 2006/07 (November 2006 bis März 2007) wurden 840.500 Ankünfte (-3,5 Prozent) und 3.932.000 Nächtigungen (-4,5 Prozent) registriert (in Österreich gab es von Nov. bis Feb. ein Nächtigungsplus von 0,3 Prozent).

Im Kalenderjahr 2006 wurden von der Vorarlberger E-Wirtschaft insgesamt 2.737 GWh Strom (-11 Prozent) erzeugt. Der Rückgang ist Großteils auf die Kälte zu Beginn des Jahres und die niederschlagsarmen Monate in der zweiten Hälfte des Jahres zurückzuführen. Mit 2.648 GWh lag der Stromverbrauch im Jahr 2006 auf dem Niveau des Vorjahrs.

Die Inflationsrate für das Jahr 2006 beträgt nach dem Verbraucherpreisindex 1,5 Prozent. Im Jänner, Februar und März 2007 lag die Teuerungsrate deutlich unter der 2 Prozent-Marke.

Investitionen in F&E sowie Bildung

Einig waren sich Sausgruber, Rein und Riedmann in der zukünftigen Entwicklung: Es gelte weiterhin in die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Bildung und Ausbildung zu investieren. Auch neue Märkte in Osteuropa gelte es verstärkt zu bearbeiten, so Riedmann.

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