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VKW vom Sommer 2003 belastet

Die Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW), ein Unternehmen des Konzerns Illwerke/VKW, wurde vom Jahrhundertsommer 2003 wegen des starken Rückgangs der Stromeigenaufbringung und vermehrter Stromzukäufe belastet.

Insgesamt erholte sich das Betriebsergebnis jedoch vom Einbruch des Vorjahres von 1,4 auf 18,1 Mio. Euro, blieb aber deutlich unter dem Ergebnis von 2001 (32,2 Mio. Euro). Das ist der am Freitag von den VKW veröffentlichten Entwicklung des Stromgeschäftes im Vorjahr zu entnehmen.

Das Stromgeschäft der VKW war im Geschäftsjahr 2003 geprägt von einer weiteren Steigerung der Netzstromabgabe in den eigenen Verteilnetzgebieten, einer Ausweitung der Stromlieferungen in andere Regelzonen, mengenmäßig geringeren Umsätzen im Stromhandel und einer ungewöhnlich niederen Eigenaufbringung aus Wasserkraft. Die Netzstromabgabe an Kunden im Vorarlberger und Westallgäuer Verteilnetzgebiet der VKW erhöhte sich um 2,1 Prozent auf 2.622,4 Mio. kWh. An Endkunden in fremden Regelzonen wurden über 80 Mio. kWh Strom geliefert. Der Stromhandel an in- und ausländische Partner hat sich wegen der reduzierten Stromeigenaufbringung um rund 25 Prozent verringert. Der gesamte VKW Stromabsatz verringerte sich deshalb geringfügig von 3.729,3 auf 3.707,8 Mio. kWh.

Die seit Beginn der Wasserkrafterzeugung in Vorarlberg ausgeprägteste Trockenperiode hat 2003 zu einem markanten Rückgang der Stromeigenaufbringung aus VKW Wasserkraftwerken geführt: Die Erzeugung in eigenen Wasserkraftwerken lag mit rund 400 Mio. kWh um über 30 Prozent unter Durchschnitt. Die Umsatzerlöse der VKW erhöhten um 11,4 Mio. Euro auf 270,1 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung der Elektrizitätsabgabe und der Zuschläge laut Ökostromgesetz ergab sich im Stromgeschäft im Geschäftsjahr 2003 eine Umsatzsteigerung von 4,8 Mio. Euro oder rund 2,3 Prozent.

Das Betriebsergebnis belief sich auf 18,1 Mio. Euro, unter Einbeziehung des Finanzergebnisses und der Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 7,5 Mio. Euro. Nach Auflösung unversteuerter Rücklagen und sonstiger Rücklagen wird ein Ergebnis von 11,7 Mio. Euro an die Vorarlberger Illwerke AG abgeführt. Die Privataktionäre erhalten wieder eine Dividende von 12 Prozent zuzüglich einem Bonus von 5 Prozent.

Im ersten Quartal 2004 erhöhte sich die Netzstromabgabe um 3 Prozent. Zuwächse wurden bei Energielieferungen an Kunden außerhalb des VKW Versorgungsgebietes erreicht, die gesamten Energielieferungen erhöhten sich deshalb um 11 Prozent. Eine deutliche Reduktion gab es hingegen im Stromhandel. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2004 erwarten die VKW eine Absatzzunahme bei den Endkunden im Heimmarkt von knapp 2 Prozent. Außerhalb des Heimmarktes werde sich die Stromabgabe an Endkunden gegenüber 2003 fast vervierfachen.

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