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VKW-Gewinn ging im ersten Halbjahr um 1,4 Mio. Euro zurück

Gewinneinbruch vor allem im Gasbereich
Gewinneinbruch vor allem im Gasbereich ©VOL.AT/Steurer
Bregenz - Die börsenotierte Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) hat im ersten Halbjahr 2012 bei Umsatzerlösen von 235,8 Mio. Euro (1. Halbjahr 2011: 225,3 Mio. Euro) einen Rückgang beim Konzerngewinn nach Ertragssteuern in Höhe von 1,4 Mio. Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 hinnehmen müssen.

Standen im vergangenen Jahr noch 17 Mio. Euro zu Buche, waren es heuer 15,6 Mio. Euro, teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit. Für das gesamte Jahr erwartete der VKW-Vorstand beim Strom “ein vergleichbares Ergebnis zum Vorjahr”, in der Gassparte müsse man hingegen mit einem “leicht verringerten Ergebnis” rechnen.

Diese Tendenz war offenbar bereits im ersten Halbjahr dominant. Während der Gewinn im Stromsegment praktisch konstant blieb – er sank von 15,5 auf 15,4 Mio. Euro – lief das Gasgeschäft deutlich schlechter als 2011. Damals belief sich der Periodengewinn noch auf 1,5 Mio. Euro, heuer waren es in den ersten sechs Monaten lediglich rund 180.000 Euro, die als Gewinn nach Ertragssteuern ausgewiesen wurden. Die hohen Gasbezugspreise in der ersten Februarhälfte hätten das Ergebnis belastet, hieß es dazu im Konzernhalbjahresbericht.

Anteil an der VEG bei 98,96 Prozent

Wie aus dem Bericht ebenfalls hervorgeht, hat die VKW ihren Stammkapitalanteil an der Gastochter VEG Vorarlberger Erdgas GmbH inzwischen auf 98,96 Prozent erhöht. Anfang Juli hatte sich die VKW dazu bekannt, die VEG zur Gänze übernehmen zu wollen, nachdem die VKW ihren Anteil im Frühjahr 2011 von 71 Prozent auf zunächst 75 Prozent steigern wollte. Damals standen noch 27 Prozent des Gasunternehmens im Besitz von 33 Gemeinden, private Kleininvestoren hielten den Rest.

Der Umfang der Stromhandelsgeschäfte der VKW im ersten Halbjahr 2012 lag mengenmäßig mit 1.853 Mrd. Kilowattstunden um rund acht Prozent höher als im Vorjahr. Während die Stromabgabe an die Kunden in Vorarlberg und im Allgäu im ersten Halbjahr um 0,7 Prozent zurückging, erhöhte sich die Stromabgabe im Vertrieb mit allen Versorgungsbereichen in Österreich und Deutschland um etwa zwei Prozent.

Mehr Kommunal-, weniger Industriegas

Aufgrund der guten Wasserführung lag die Stromaufbringung aus den eigenen Kraftwerken um rund sieben Prozent über den Regelwerten, auch bei den Strombezugsrechten an den Donaukraftwerken und am Walgaukraftwerk profitierte die VKW von einer insgesamt um etwa 13 Prozent erhöhten Aufbringung gegenüber den Regelwerten. Umgekehrt habe man “erhöhte Instandhaltungsaufwendungen im Kraftwerksbereich” zu tragen gehabt.

In der Gassparte stieg der Absatz beim Kommunalgas wegen der kalten Witterung um 10,6 Prozent. Beim Industriegasabsatz hingegen gab es einen Rückgang von 3,7 Prozent, dieser Wert liege aber “in der üblichen Schwankungsbreite”, hieß es.

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