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"Viva España" im Montafon

©AP
Schruns - Tschagguns-Tourismuschef Manuel Bitschnau im Vorspiel zum Spanien-Auftritt.

Traumhafte Fußball-Tage Ende Mai/Anfang Juni im Montafon – darauf freuen sich nicht nur heimische Fans des runden Leders. Wenn die Starkicker wie Torres, Villa, Xavi, Iniesta und Puyol der spanischen Fußballnationalmannschaft “La Furia Roja” ihr 5-tägiges Trainingslager in Schruns zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Südafrika beziehen, werden Fußball­fanatiker von überall her anreisen, um mit den amtierenden Fußball-Europameistern und WM-Mitfavoriten wenigstens einige Augenblicke gleichsam auf Ballhöhe sein zu können. Mittendrin statt nur dabei in diesem zu erwartenden Großauflauf wird Manuel Bitschnau sein, Chef von Schruns/Tschagguns-Tourismus (STT). Seit Wochen laufen die Vorbereitungen fürs fußballerische Highlight auf Hochtouren. “Für uns ist das wie ein Toto-Volltreffer mit Höchstquote”, bekräftigt der Tourismusmanager, der aber auch um die akribische Vorleistung weiß, die zu erbringen ist, um die gegebene Steilvorlage für Schruns sich als zeitweilige Fußballhochburg zu präsentieren, auch entsprechend zu verwerten. In Sachen würdigem Quartier-Bezug muss er sich da schon mal keine Sorgen machen. Die Starkicker und Funktionäre logieren im vornehmen “Löwen”-Hotel. Vortrefflich soll auch das Spielfeld sein, auf dem die Spanier ihre Übungseinheiten absolvieren werden. “Das Aktivpark-Montafon-Fußball­stadion ist seit Wochen gesperrt, die Plätze werden intensiv gepflegt”, erzählt Manuel Bitschnau. Das Nationalteam soll weltmeisterliche Rasenplätze vorfinden.

100 Helfer im Einsatz

Den 18 Einzelpunkte umfassenden Anforderungskatalog zu Qualität, Transport und Sicherheit, den das Management des Top-Teams erstellt hat, arbeiten Manuel Bitschnau und sein Mitarbeiterteam gerade ab. “Der Aufwand in Organisation und Koordination ist groß. “An die 100 Helfer werden während des Aufenthalts der Spanier im Dauereinsatz sein.” Dass sich die Spanier ausgerechnet Schruns als WM-Vorbereitungsort ausgesucht haben, kommt nicht von ungefähr. Der Standort genießt im Fußball-Tourismus seit Jahren einen international ausgezeichneten Ruf. “Das haben wir uns mit viel Engagement hinsichtlich Aufenthaltsqualität und Serviceangebot erarbeitet”, ist der STT-Chef stolz darauf, dass jährlich um die 80 Mannschaften – da­runter immer wieder Spitzenteams aus den europäischen Fußballligen – hier ihr Trainingslager abhalten. Immerhin bringt die Fußball-Tourismus-Nische schon an die 10.000 Nächtigungen in der Sommersaison. Manuel Bitschnau, der sein Tourismushandwerk mit Managementstudium vor über zehn Jahren in den USA und in Südfrankreich erlernt hat, setzt in seiner Arbeit weiter auf die Ausweitung des sportiven Aktivurlaubsangebots. Der spanischen Elf drückt der Touristiker für die WM fest die Daumen. Aus gutem Grund. Manuel Bitschnau: “Das Team-Management hat uns zugesichert, im Fall des Titelgewinns mit allen Spielern dann bei der Rückkehr aus Südafrika noch einen kurzen Zwischenaufenthalt in Schruns einzulegen.” Die 40 Spanien-Flaggen, die demnächst in Schruns zur Einstimmung auf die Gäste gehisst werden, dürften also, je nach WM-Verlauf, bis in den Juli hinein den Ort schmücken.

ZUR PERSON

Manuel Bitschnau

Der gebürtige Schrunser ist seit fünf Jahren Geschäftsführer der Schruns/Tschagguns-Tourismus-GmbH

Geboren: 11. April 1975

Wohnort: Bartholomäberg

Ausbildung/Laufbahn: MBA-Studium Hotel-, Tourismusmanagement in Pennsylvania, Infotech-Studium in Monaco.

Familie: verheiratet, zwei Kinder

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