Vignetten-Ärger in Hörbranz: Autofahrer fühlen sich verschaukelt

Hörbranz - Große Augen bekommen Autofahrer aus dem Ausland auf der A14 Rheintalautobahn an der Mautstelle Hörbranz: Denn die Vignette kann hier nur bar bezahlt werden. Wer somit kein Bargeld bei sich hat, darf theoretisch nicht mehr weiterfahren.

„Es wird nirgends darauf aufmerksam gemacht, dass nur Bargeld angenommen wird. Das Bezahlen mit einer Kredit- oder Bankomatkarte ist nicht möglich”, bemängelt ein PKW-Lenker aus Deutschland, der sich bei seinem Winterurlaub jährlich die österreichische Vignette in Hörbranz kauft. Die Verkaufsmitarbeiterinnen vor Ort zucken – laut seinen Aussagen – nur mit den Achseln, wenn nach dem „warum” der fehlenden kartenlosen Bezahlung gefragt wird.

Gesetzesverstoß
Hat man als PKW-Fahrer also kein Bargeld bei sich, ist man gezwungen, die Rheintalautobahn bis zur nächsten Abfahrt zu benützen und verstößt somit automatisch gegen das Gesetz: „Meistens stehen die Kontrolleure der ASFINAG dann genau bei dieser Abfahrt – das ist schon eine Riesensauerei”, so ein weiterer Autofahrer aus dem benachbarten Deutschland, der nicht namentlich genannt werden möchte.

Zuständigkeit liegt beim ÖAMTC

Direkt bei der ASFINAG nachgefragt verweist diese auf den Autofahrerclub ÖAMTC, da die Verkaufsstellen von dieser Institution betrieben werden:
„Das Problem ist uns bekannt, wir haben den ÖAMTC bereits darauf aufmerksam gemacht und wir hoffen, dass hier so schnell wie möglich mit Bankomat- und Kreditkarte bezahlt werden kann!”, so ASFINAG-Pressesprecherin Mag. Ingrid Partl gegenüber VOL Live.

„Unglückliche Situation”

An der Verkaufsstelle Hörbranz werden jährlich ca. 550.000 Kunden abgefertigt, besonders gut wird hier die Zehntagesvignetten verkauft.
Alexander Nödel, Leiter der ÖAMTC Grenzstationen gegenüber VOL Live zur derzeitigen Situation:
„Wir sind uns durchaus bewusst, dass die Situation sehr unglücklich ist.
Die Provision der ASFINAG – für den Verkauf einer Vignette – ist niedriger als die Kosten für die elektronische Transaktion und ist dies einfach nicht rentabel.”

Der ÖAMTC habe jedoch die Zeichen der Zeit erkannt und somit auch gesehen, dass der Trend klar zur elektronischen Bezahlung geht. Somit werde das Problem in Kürze behoben.

 

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