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Vierschanzen-Tournee: Loitzl vergleicht Dietharts Lauf mit eigenem 2008/09

Der Team-Oldie kennt keinen Neid. Der bald 34-jährige Wolfgang Loitzl läuft seiner Bestform nach und beobachtet gleichzeitig den Aufstieg von Jung-Adler Thomas Diethart.
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Nach Rang drei in Oberstdorf beeindruckte der 21-jährige Niederösterreicher zu Silvester auch in Training und Qualifikation. Loitzl fühlt sich ein bisschen an sich selbst erinnert.

Vergleich mit eigenem Lauf 2008/09

Diethart verfügt über ausgezeichnete Absprungwerte oder übersetzt viel Kraft in den Beinen. “Seine athletischen Vorzüge kann er mit der Technik, die er springt, natürlich ausspielen”, analysiert Loitzl im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur und denkt zurück an seine Glanzzeiten. “Es ist ein bisserl das, was ich vor vier, fünf Jahren gemacht habe, als ich die Tournee gewonnen habe. Da habe ich auch einen Lauf gehabt und es ist vieles von allein gegangen”, erinnerte er an seinen Tourneesieg 2008/09.

Von Sprung zu Sprung sei es damals immer noch besser geworden. “So schaut es bei ihm auch aus. Er kann locker drauflos springen, er hat nichts zu beweisen. Er hat schon viel mehr in diesem Winter erreicht, als er sich erwartet hat. Das macht einen Springer umso stärker.”

“Frage mich, wo er die Meter herholt”

In der Qualifikation war Loitzl mit 130,5 m über 10 m hinter Diethart (141,5). “Das tut mir ein bisschen weh, aber das ergeht jetzt fast allen so, weil halt einer irgendwo den Stempel ein bisschen aufdrückt. Gut, dass es einer aus unserer Mannschaft ist”, meinte Loitzl lächelnd. “Wo er die Meter herholt, frage ich mich auch schön langsam.”

Keine Frage, bei Diethart hat es in Engelberg (Ränge vier und sechs) “Klick” gemacht. Was bei Loitzl selbst zu so einem Moment fehlt? “Es gibt schon ein paar Gründe. Es sind Kleinigkeiten, die ich ändern müsste, die aber schwierig sind.” Doch er weiß genau: “Wenn einmal ein Wettkampf zu meinen Gunsten ausgeht und ich ein gutes Ergebnis zusammenbringe, dann kann das viel bewirken.” Es wird im Skispringen wie in so vielen Sportarten eben sehr viel im Kopf entschieden. Selbstvertrauen, Lockerheit und Abgebrühtheit sind wichtige Faktoren für gute Form – und zumeist aber wiederum nur durch gute Ergebnisse zu holen.

Auch Michael Hayböck hat sich über den Kontinentalcup gesteigert und viel mit Diethart trainiert. Ein bisschen etwas vom Erfolg seines Kollegen will der Oberösterreicher da schon mitnehmen. “Ich glaube schon, dass ich da davon profitiere, weil ich mit ihm die ganze Vorbereitung gemacht habe und im Kontinentalcup mit ihm unterwegs war. Wenn ich sehe, dass er da so unglaublich springt, zieht mich das schon auch mit.”

Hayböck glaubt, dass Diethart den Faktor gut für sich nützen kann, weil ihn eben keiner auf der Rechnung hatte. “Schön langsam, vor allem nach dem (Quali-) Sprung, werden sich die einen oder anderen nervös machen lassen, weil er lässt sich nur ganz schwer nervös machen.” Fix ist jedoch: Der steigende Erwartungsdruck auf den Flachländer im Höhenflug wird es ihm nicht leichter machen. (APA)

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