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Vier Tonnen Bombenmaterial gestohlen

Aus einem französischen Lagerhaus sind vier Tonnen Chemikalien gestohlen worden, die Polizeiangaben zufolge für die Herstellung von Bomben geeignet sind. ETA wird verdächtigt.

Als Täter werden nach spanischen Medienberichten Mitglieder der baskischen Separatisten-Organisation ETA vermutet.

Sechs bewaffnete und vermummte Männer seien am Vortag in das Lagerhaus in der zentralfranzösischen Region Poitiers eingedrungen und hätten einen Kunstdünger entwendet, der von der ETA wiederholt zum Bau für Bomben benutzt worden sei, berichtete der staatliche spanische Rundfunk am Samstag unter Berufung auf Polizeikreise.

Die französische Polizei bestätigte den Diebstahl, ohne Einzelheiten zu nennen. Den Medienberichten zufolge fesselten die Diebe den wachhabenden Sicherheitsmann und verständigten sich während des Raubes weitgehend mit Zeichen. Einer von ihnen habe allerdings französisch mit spanischem Akzent gesprochen. Dies verstärke den Verdacht auf eine Täterschaft der ETA.

Die ETA ist von der Europäischen Union (EU) und den USA als Terror-Organisation eingestuft. Sie kämpft für eine Unabhängigkeit des Baskenlandes, das sich nördlich und südlich der französisch-spanischen Grenze erstreckt. Seit Beginn des Kampfes im Jahr 1968 hat die Gruppe mehr als 800 Menschen bei Anschlägen getötet.

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