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Vier Gemeinden, eine Finanzverwaltung

Wollen durch „optimale Finanzwirtschaft“ bare Münze sparen: Die Bürgermeister Dietmar Summer, Walter Rauch, Josef Mathis und Helmut Lampert (v. l.) mit dem Leiter der Finanzverwaltung, Andreas Haumer (2. v. r).
Wollen durch „optimale Finanzwirtschaft“ bare Münze sparen: Die Bürgermeister Dietmar Summer, Walter Rauch, Josef Mathis und Helmut Lampert (v. l.) mit dem Leiter der Finanzverwaltung, Andreas Haumer (2. v. r). ©VOL.at/K. Hartinger
Zwischenwasser - Zwischenwasser, Weiler, Göfis und Dünserberg starteten ein Pionierprojekt in Sachen Gemeindezusammenarbeit.

Kooperation statt Kirchturmdenken ist im Vorderland angesagt: Sechs Jahre nach der Gründung der Baurechtsverwaltung ist nun ein weiteres Projekt kommunaler Zusammenarbeit aus der Taufe gehoben worden: die gemeinsame Finanzverwaltung. Die Verwaltungsgemeinschaft geht vorerst mit vier Gemeinden an den Start. Mit dabei sind Zwischenwasser, Weiler, Göfis und die Walgaugemeinde Dünserberg, weitere Regio-Kommunen sollen im Jahr 2013 folgen. „Bis auf Weiler stehen demnächst in allen beteiligten Gemeinden Pensionierungen von Buchhaltern an“, begründet Josef Mathis, Bürgermeister von Zwischenwasser, den gemeinsamen Vorstoß. „Mit der Kooperation wollen wir uns jetzt für die finanztechnischen Herausforderungen der Zukunft wappnen und gleichzeitig auch das Bürgerservice verbessern.“

Mittelfristige Finanzplanung

Die Anfang November eingerichtete Verwaltungsstelle mit Sitz in Zwischenwasser übernimmt damit sämtliche finanzielle Agenden der Mitgliedsgemeinden. Dabei, so Mathis weiter, stehe neben den üblichen Buchhaltungstätigkeiten vor allem das strategische Finanzmanagement im Fokus. Auch Walter Rauch, Bürgermeister der 150-Seelen-Gemeinde Dünserberg, hält die Zusammenarbeit in diesem Bereich für ein „unabdingbares Muss“. „Ob Kreditmanagement, Förderungen oder Gebührenkalkulation: Die Anforderungen steigen stetig und sind für eine Kleingemeinde nur schwer zu bewältigen“, so Rauch.

Geleitet wird die Finanzverwaltung der Region Vorderland von Andreas Haumer. Der 43-jährige Dornbirner war zuvor für das Rechnungswesen der Stadt Bludenz zuständig. Ab Jänner 2012 wird der Finanzexperte von einem Buchhalter der Gemeinde Göfis unterstützt. Im Laufe des Jahres soll dann eine zusätzliche Halbtagesstelle besetzt werden. Die beteiligten Bürgermeister sehen die gemeinsame Finanzverwaltung auch als möglichen „Türöffner“ für weitere Gemeinde-Kooperationen, „von denen es in Zukunft deutlich mehr geben muss.“

Vom Land gefördert

Die Kosten für den Sach- und Personalaufwand, laut Mathis rund 100.000 Euro im Jahr, teilen sich die Gemeinden entsprechend ihrer Einwohnerzahl. Das Land Vorarlberg unterstützt das Projekt mit einer sogenannten Anschubförderung. Dass Budgetvolumen der vier Kommunen beläuft sich auf rund 20 Millionen Euro.

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