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Garmisch-Abfahrt nach Zusatz-Training vom Reservestart

ÖSV-Speed-Herren wollen Samstag Revanche
ÖSV-Speed-Herren wollen Samstag Revanche ©EPA
Nach einem erfolgreichen Sprint-Training Samstagfrüh auf dem oberen Streckenteil kann die für 11.45 Uhr geplante Herren-Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen vom Reservestart aus in Angriff genommen werden.
Herren-Abfahrt ab 11.45 Uhr live

Die beiden Trainings am Donnerstag und Freitag hatten wetterbedingt nur vom Super-G-Start und über eine Laufzeit von rund 70 Sekunden stattgefunden. Nun wird eine Laufzeit von rund 1:45 Minuten erwartet.

Wetter als großer Störenfried

Der alpine Herren-Weltcup kommt nach der WM in Schladming im Allgemeinen nur zäh in die Gänge. Auch das zweite und letzte Abfahrtstraining in Garmisch-Partenkirchen ging am Freitag wegen der Wetter- und Pistenprobleme nur vom Super-G-Start in Szene. Schnellster war in 1:09,97 Minuten der Südtiroler Christof Innerhofer vor dem Kanadier Jan Hudec sowie dem Österreicher Max Franz.Was auf der von den Neuschneefällen der vergangenen Tage mitgenommenen Kandahar-Piste nun am Samstag genau stattfinden wird, war vorerst lange unklar.

Schafft es Franz oder ein anderer Österreicher Samstag auf das Stockerl, wäre das der 500. rot-weiß-rote Abfahrts-Podestplatz im Weltcup. Sie viele hat keine Nation egal welchen Geschlechts in keiner anderen Disziplin. Zweitbester Wert sind die 321 Stockerlplätze der Österreicher im Slalom.

ÖSV-Speed-Herren wollen Revanche

Die ÖSV-Herren trachten wie ihre Landsfrauen in Meribel wegen der im Speed medaillenlos gebliebenen Heim-WM nach Revanche. Von einigen Zeitungen als Versager hingestellt zu werden, sei aber unfair gewesen, monierten Kröll und Hannes Reichelt unisono. “Irgendwie hat die WM auch die gesamte Saison widergespiegelt”, resümierte etwa Romed Baumann. “Ein vierter Platz ist ja nicht so schlecht. Wir haben alles gegeben, und Fehler können immer passieren”, hielt Kröll nochmals fest.

Der “Bulle” aus der Steiermark kämpft im Abfahrts-Weltcup ebenso u.a. gegen Aksel Lund Svindal wie es Marcel Hirscher in der Gesamtwertung tut. “50 Punkte sind aufzuholen”, gab sich der hinter Dominik Paris (317) und Svindal (314) mit 261 Punkten auf Platz drei liegende Kröll kämpferisch.

Svindal muss am Samstag in Garmisch Punkte auf Hirscher gutmachen, sonst enteilt ihm der Salzburger am Sonntag im Riesentorlauf noch weiter. Der Abfahrts-Weltmeister aus Norwegen übte sich aber wie schon über die gesamte Saison im Tiefstapeln. “Ich fokussiere mich auf den Abfahrts- und Super-G-Weltcup und versuche, so viele Punkte wie möglich zu holen. In der Gesamtwertung ist Hirscher schon über 200 Punkte voraus. Ich kann nur noch auf seine Fehler hoffen. Marcel ist aber zu gut drauf, um Fehler zu machen. Sein Vorsprung ist einfach schon zu groß”, schob Svindal dem Österreicher die Favoritenrolle zu.

Der 30-jährige Skandinavier geht am Samstag auf seinen insgesamt 21. Weltcupsieg los, damit würde er den von Kjetil Andre Aamodt gehaltenen Norwegen-Rekord einstellen. Holt er sich am Ende auch Abfahrts-Kristall, wäre er der erste norwegische Abfahrts-Gesamtsieger seit Lasse Kjus 1999. Zu den Favoriten am Samstag zählen auch Paris und Innerhofer. Gewinnt einer von ihnen erneut, würde er mit dem dritten Abfahrts-Saisonsieg den Italien-Rekord von Kristian Ghedina aus der Saison 1996/97 egalisieren. (APA)

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