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Videokonferenzen verzögern laut Studie Entscheidungen

Es geht nichts über ein persönliches Gespräch. Auch Videokonferenzen sind dafür im digitalen Zeitalter kein Ersatz, wie eine neue Studie jetzt ergab. Denn in den Videokonferenzen wird die Kommunikation auf kaum wahrnehmbare, aber doch entscheidende Weise gestört.

Für die Studie wurden Ärzte und Krankenschwestern befragt, von denen einige über Videokonferenz, andere aber persönlich und in einem Raum mit dem Vortragenden an Seminaren teilnahmen.

Der Studie zufolge konzentrierten sich die Video-Teilnehmer viel stärker auf die Persönlichkeit des Vortragenden als auf den Inhalt des Gesagten. Diejenigen, die an Ort und Stelle waren, beurteilten das Seminar viel stärker von den Inhalten und den vorgetragenen Argumenten her.

Die Forscher vermuten, dass eine Videokonferenz höhere geistige Anforderungen stellt, als der direkte Vortrag. So bleibe weniger Kapazität, um die Inhalte zu verarbeiten. Die Teilnehmer der Videokonferenz berichteten häufiger als die Kontrollgruppe, dass es schwer war, dem Inhalt zu folgen.

Die Studie von Carlos Ferran von der Universität Pennsylvania und Stephanie Watts von der Universität Boston wurde in der September-Ausgabe der Zeitschrift “Management Science” veröffentlicht.

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