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Videoüberwachung in Gemeindebauten gestartet

©Bilderbox
In den Wiener Gemeindebauten startet derzeit die Videoüberwachung. Die ersten Anlagen sind bereits in Betrieb, erklärte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (S) am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Der Probebetrieb in acht Bauten läuft bis Ende 2009.

Insgesamt 220 Kameras werden in Garagen, Müllräumen und Aufzügen angebracht. Die Bilder werden 72 Stunden lang gespeichert.”Dieser Bereich wird videoüberwacht”, verkündet ein rot umrandetes Schild in den betreffenden Bereichen. In den kommenden Tagen sollen die Montagearbeiten abgeschlossen werden. Wiener Wohnen, die städtische Gemeindebauverwaltung, erwartet sich davon einen Rückgang von mutwilligen Beschädigungen, Diebstählen und Einbrüchen. Zwölf Monate des Pilotversuchs kosten laut Ludwig rund 400.000 Euro.

Grundlage ist eine Bewilligung der Datenschutzkommission im Bundeskanzleramt. Haus- und Wohnungseingänge sowie Stiegenhäuser dürfen demnach zum Schutz der Privatsphäre nicht überwacht werden. Die Weiterverwendung der Daten ist zur Ausforschung der Verursacher der Schäden erlaubt. Es müssen Vergleichsdaten über die Schadenshäufigkeit in nicht per Video observierten Anlagen gesammelt werden, was in zehn Gemeindebauten geschieht.

Kommt es zu einem Schadensfall, können sich die Mieter an die Telefon-Hotline 05-75-75-777 wenden. Das auf einem Server gespeicherten Bilder (je nach Datenübertragung fünf oder 15 Aufnahmen pro Sekunde) werden dann gesichtet und gesichert. Ist es von Relevanz, was durch die Datenschutzbeauftragte von Wiener Wohnen geprüft wird, ergeht eine Sachverhaltsdarstellung an die Polizei. Mitgeschickt wird die verschlüsselte und passwortgeschützte Videoaufzeichnung.

Ludwig betonte, dass die acht Bauten auf ausdrücklichen Wunsch der Mieter ausgewählt wurden. Es sei dies sicher keine Lösung des Gesamtproblems. “Aber in den konkreten überwachten Bereichen erwarten wir eine sehr starke Reduzierung der Vandalenakte”, so der Stadtrat unter Verweis auf Erfahrungen bei den Wiener Linien.

Die Kosten des Pilotversuchs werden von Wiener Wohnen getragen, und bis er abgelaufen ist, wird es keine weiteren Anträge bei der Datenschutzkommission geben. Bei einem positiven Ergebnis der Evaluierung ist an eine Ausweitung gedacht, wobei weiterhin jede Anlage extra beantragt werden muss.

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