VGT: "Natürlich haben wir mächtige Feinde"

"Die Bevölkerung fordert von der Politik Verbesserungen ein." Ann-Kathrin Freude erzählt im Gespräch mit Marc Springer bei "Vorarlberg LIVE" von den kürzlich durchgeführten Aktionen, die auf die Schweinehaltung auf Vollspaltenböden aufmerksam machen sollen. Von der Bevölkerung gebe es mittlerweile sehr viel Zuspruch und positive Stimmen zu den Aktionen des VGT.
Ann-Kathrin Freude über Vollspaltenböden
Ein Vollspaltenboden bestehe aus einer Betonplatte mit Spalten, welcher den Kot der Schweine auffange. Die Tiere sollen sich dabei regelmäßig an den scharfkantigen Spalten verletzen.
Jahrelanger Einsatz
Nach einer großen Aufdeckung im Jahr 2011 habe bereits einer der größten Mäster die Schweinehaltung auf Stroh umgestellt. Freude zufolge gebe es einige Betriebe, die diesem Beispiel gefolgt sind und sich anschließend positiv über die Umstellung geäußert hätten. Aus Vorarlberg komme lediglich drei Prozent von den Schweinen, die hier gegessen werden. Man solle sich auch immer mit eigenen Augen anschauen, wo das Fleisch herkomme, um sicher gehen zu können, dass die Haltung der Tiere gerecht ist.
Durch Corona habe sich der Lebensstil in Vorarlberg verändert. "Der regionale Faktor ist deutlich gestiegen. Die Menschen möchten wissen, wo die Produkte herkommen."
Zu wenig Kontrollen
Der VGT zeigt besonders über die sozialen Medien, aber auch über die eigene Website regelmäßig Einblicke in verschiedenste Betriebe. Bei den gezeigten Fotos und Videos des VGT handle es sich laut Freude leider nicht um Einzelfälle. "Wir zeigen die Normalität, wie die Tiere gehalten werden", erklärt sie.
Der Transport von Tieren werde bei in Vorarlberg noch nicht ausreichend kontrolliert. Die 30-Grad-Grenze, bei der Tiere nicht mehr transportiert werden dürfen, dürfe auf der gesamten Route nicht überschritten werden. Bei Fahrten in südlichere Regionen werde dies jedoch selten berücksichtigt und nicht bedacht.
Ann-Kathrin Freude über den Transport von Tieren bei Hitze
Über Attacken auf den VGT
"Natürlich haben wir mächtige Feinde und müssen auf unsere Sicherheit schauen. Es ist uns wichtig, dass wir zwar diesen politischen Ungehorsam ausführen, aber dass wir uns in einem Bereich bewegen, der rechtlich noch in Ordnung ist." Attacken auf die Aktivisten selbst gebe es bei solchen Aktionen immer wieder.
Die gesamte Sendung
(VOL.AT)
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