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VFV-Präsident Lumper über Integrationsarbeit und Schwarzgeld im Fußball

Im z'Nüne-Talk: VFV-Präsident und Rechtsanwalt Dr. Horst Lumper über die Football-Leaks, seine ersten Gehversuche im Fußball und "Schwarzgeld" im Amateurbereich in Vorarlberg.

VFV-Präsident Horst Lumper war in Sachen Fußball ein Spätberufener. “Ich habe als Kind nie in einem Verein gespielt, ich war eigentlich Judokämpfer und habe Fußball nur auf der Wiese im Vorkloster gespielt.” Dort spielte er allerdings mit Jugendnationalspielern wie Jürgen Gassner, Peter Sallmayer und Harald Gudauner. Erst mit 16 Jahren absolvierte Lumper erstmals für die Viktoria ein paar Spiele, ging aber anschließend nach Innsbruck um JUS zu studieren. Aber auch dort ließ ihn die neue entdeckte Leidenschaft zum Fußball nicht los und zudem war er noch beim Judo aktiv. Der Bregenzer kann sogar auf den einen oder anderen Judo-Staatsmeistertitel verweisen. Profi-Fußball war allerdings nie ein Thema wie der VFV-Präsident sagt: “Dafür habe ich viel zu spät angefangen.”

Lumper mit Marcel Koller. Foto: Hartinger
Lumper mit Marcel Koller. Foto: Hartinger ©Hartinger

Integrationsarbeit in den Ländle-Vereinen

Nachwuchsprobleme ortet Lumper in Vorarlberg keine: “Der Zulauf ist ungebrochen. Manche Vereine können schon gar keine Kinder mehr aufnehmen.” Was allerdings eine große Herausforderung ist, sei die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund. Das sei nicht immer einfach. Hier hofft er auf mehr Unterstützung von Seiten der Politik. “Dort findet die Integration statt. Kinder finden Freunde und müssen sich einem Trainingsbetrieb unterordnen. Das ist ganz wichtig.” Lumper hebt aber auch hervor, dass es nicht nur um jugendliche Flüchtlinge gehe, sondern auch Erwachsene. Wenngleich diese oftmals keine Lehre beginnen dürfen, gebe es eine Regelung, dass sie zumindest Fußball spielen dürfen – auch wenn die Dokumente fehlen. Hier gebe es ein schnelles und sinnvolles Verfahren.

Lumper über die Football-Leaks

Der VFV-Präsident war selbst bei der FIFA aktiv. Auch Lumper ist der Meinung, dass im Fußball zu viel Geld im Umlauf ist. “Das versteht kein Mensch mehr und lockt natürlich Leute an, denen es nicht mehr um den Sport geht.” Die Macht der UEFA sei begrenzt, weil die Klubs so stark sind. “Das sieht man auch an der Champions League – das ist ein Machtspiel.” De facto werde es so sein, dass nur noch die reichsten und besten Klubs vorne mitspielen können. Die “Mittelständer” werden auf Dauer keine Chance mehr haben – das sei auf Dauer gesehen keine gute Entwicklung.

“Schwarzgeld” im Vorarlberger Fußball?

Viel Geld ist aber nicht nur bei den Großen im Umlauf. “Schwarzgeld” könne – in Relation gesehen – auch im Vorarlberger Amateurbereich nicht ausgeschlossen werden. Hier sieht er die Vereine in der Verantwortung, die bei überzogenen Forderungen von Spielern nicht nachgeben sollten. Rechtliche Handhabe hat der Vorarlberger Fußball Verband aber keine. “Wir haben kein Recht Bücher zu prüfen. Wir empfehlen den Vereinen immer dort zu spielen, wo sie es sich leisten können. Dann gibt’s keine Probleme.”

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