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Verwirrung um angebliche Rückzugspläne Clintons

Einen Agenturbericht, dem zufolge Hillary Clinton indirekt noch am Dienstagabend (Ortszeit, Mittwoch MESZ) ihre Kandidatur für die Nominierung zum US-Präsidentschaftskandidaten der Demokraten aufgeben könnte, hat ihr Kampagnen-Chef Terry McAuliffe umgehend dementiert.

Die New Yorker Senatorin werde sich nicht zurückziehen. Ein entsprechender Medienbericht sei falsch, betonte er in einer Live-Schaltung im TV-Sender CNN. “Senatorin Clinton wird die Nominierung heute abend nicht aufgeben.”

Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin wolle auch nach dem Ende der Vorwahlen weiterkämpfen. Sie wolle sich in den nächsten Tagen weiterhin um die notwendige Unterstützung von “Superdelegierten” bemühen, sagte ihr Wahlkampfmanager in CNN weiter. Berichte, wonach sie noch in der Nacht – nach den letzten Vorwahlen in South Dakota und Montana – den Sieg ihres Konkurrenten Barack Obama anerkennen wolle, seien “absolut falsch”.

Zunächst kursierten am Dienstag Meldungen, laut denen Clinton öffentlich eingestehen wolle, dass sie Obama bei den Delegiertenstimmen nicht mehr überholen könne und de facto ihre Kandidatur zu den Akten legen werde. Ein formelles, offizielles Ende habe sie in ihrer jedenfalls für den Abend (Ortszeit) geplanten Rede in New York angeblich aber noch nicht verkünden wollen. Quellen wurden nicht direkt genannt, es war bloß von namentlich nicht genannten Mitarbeitern des Wahlkampfteams die Rede.

Unabhängig vom aktuellen Fall haben sich schon seit Tagen die Zeichen für einen Rückzug von Hillary Clintons Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gemehrt. Wenn Obama die noch fehlenden Stimmen zur Nominierung erreiche, dann werde Clinton “ihm gratulieren und ihn ‘den Kandidaten’ nennen”, sagte Wahlkampfmanager McAuliffe am Dienstag im Gespräch mit dem Sender NBC. McAuliffes Aussage war der bisher deutlichste Hinweis, dass Clinton ihre Niederlage nach den Vorwahlen in Montana und South Dakota vom Dienstag akzeptieren könnte. Allerdings sei diese Aussage nicht so zu verstehen gewesen, dass dieser Schritt unmittelbar bevorstehen würde.

Mit seinem Auftritt auf CNN dementierte McAuliffe sämtliche Rückzugsplane der Senatorin und wollte damit seine zuvor getätigten Äußerungen klarstellen.

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