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Vertreter Wiens bei UNESCO

Das Verhandlungskarussell in Sachen Wien-Mitte-Hochhäuser und der drohenden Aberkennung des Prädikats „Weltkulturerbe“ für die Wiener Innenstadt dreht sich weiter.

Am Donnerstag wurden Vertreter der Wiener Stadtplanung im UNESCO-Welterbebüro in Paris vorstellig, bestätigte eine Sprecherin von Wiens Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S) auf APA-Anfrage. Das Ergebnis des Gespräches wurde vorerst nicht bekannt gegeben.

Wiens Planungsdirektor und Welterbebeauftragter Arnold Klotz hatte im Vorfeld durchblicken lassen, dass die UNESCO dabei konkrete Forderungen zu einer Reduktion der auf bis zu 97 Meter Höhe veranschlagten – und bereits bewilligten – Bahnhofsüberbauung auf den Tisch legen würde. Ob Wien darauf eingehen bzw. den Bauträger B.A.I. (Bauträger Austria Immobilien) davon überzeugen kann, muss in den kommenden Wochen und Monaten geklärt werden: Ende Juni tagt in China das UNESCO-Welterbekomitee, das ein Aberkennungsverfahren einleiten könnte.

Bereits im vergangenen Oktober hatte Wien eine mehr als 70 Seiten lange Stellungnahme zu dem Projekt nach Paris geschickt. Die Sorge über Wien-Mitte wurde dabei beschwichtigt. Die „visuelle Integrität“ der Altstadt sei nicht gefährdet, hieß es damals. Die Stadt werde sich aber bemühen, „das Bauvorhaben Wien-Mitte mit dem Weltkulturerbe ’Historisches Zentrum von Wien’ kompatibel zu gestalten“.

Verantwortlich dafür zeichnete der Architekt und Denkmalschutz-Experte Manfred Wehdorn, der diese Position auch gestern zusammen mit Klotz in Paris vertrat. Planungsstadtrat Schicker hat an dem Treffen nicht teilgenommen.

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