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Vertrauen für Rauch

Der Rankweiler Johannes Rauch genießt das Vertrauen der Grünen: Bei einer Vollversammlung sprachen sich 54 von 59 Parteimitglieder für Rauch als Nachfolger des zurückgetretenen Landtagsabgeordneten Christian Hörl. Auch der Vorstand wurde von der Basis “legitimiert”.

Rauch hatte von dieser Vollversammlung im Hotel Montfort in Feldkirch die Nachfolgefrage abhängig gemacht. “Was ich jetzt brauche, ist ein klares Votum”, hatte er bereits vor Wochen, als ihn der Vorstand in Dornbirn zum Nachfolger Hörls gemacht hatte, erklärt.

Diesem Aufruf folgten die 59 zur Versammlung angereisten Parteimitglieder, “nur” fünf wollten von Rauch nichts wissen und hatten gegen ihn votiert. Auch die Funktion des Vorstandssprechers, wird Rauch bis auf weiteres ausüben. Diese umstrittene Frage der Unvereinbarkeit der Ämter wurde vorerst “vertagt”. Sie soll erst nach den Gemeinderatswahlen am 2. April 2000 in einer gesonderten Vollversammlung geklärt werden.

Aufflackernde Kritik an der Unvereinbarkeit kam lediglich vereinzelt hoch. Jetzt gelte es, alle vorhandenen Kräfte für den bevorstehenden Wahlgang zu bündeln, lautet der Tenor. Die derzeitige Krise müsse “als Chance gesehen werden”, erklärte Geschäftsführerin Katharina Wiesflecker in einem Appell an die Versammlung.

Wiesflecker und Rauch bedauerten, dass Christian Hörl nicht den Weg nach Feldkirch gefunden hatte. Vor allem dessen Argument, dass er mit seiner Abwesenheit der Partei eine Diskussion über die Vergangenheit ersparen wollte, schmerzte offenbar den jetzigen Parteispitze. Bemängelt wurde von manchen Grünen, dass ein genaue Analyse zur Niederlage bei den Landtagswahlen nicht am Tisch liegt. Ein Antrag auf Neuorientierung hin zu einer profilierten Oppositionspolitik ging in den Abendstunden nur haarscharf durch: 25 stimmen dafür, 24 dagegen und sechs Grüne enthielten sich der Stimme.

(Bild: VN)

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