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Veronas Traumhochzeit

Der Countdown zu der wohl spektakulärsten Hochzeit des Jahres auf österreichischem Boden läuft: Am Samstag heiraten Verona und Franjo Pooth im Wiener Stephansdom.

In einer von Karl Lagerfeld geschneiderten Märchenrobe mit 20 Meter langer Schleppe, in Anwesenheit von 300 Ehrengästen und unter den Klängen eines kleinen bolivianischen Kinderchors, soll die deutsche Werbeikone vor dem Hauptaltar ihrem Franjo, mit dem sie bereits seit zwei Jahren standesamtlich verheiratet ist, erneut das Ja-Wort geben.

Dompfarrer Anton Faber, der sich in jüngster Zeit von Kollegen so manch einen spöttischen Kommentar anhören musste und von Medienvertretern bereits zum neuen Seitenblicke-Darling erklärt wurde, sieht die Sache gelassen. Es handle sich um eine katholische Hochzeit, wie jede andere auch, betonte er am Montag im Gespräch mit der APA. Bösen Zungen, die sich im Vorfeld über gesponserte (Manner-)Kutschen, zu tiefe Dekolletes oder die verratene Ehre des Stephansdoms echauffieren, entgegnet er: „Man muss die Kirche im Dorf lassen.“

Für ihn war klar, dass er demjenigen, der darum bittet, ein kirchliches Sakrament nicht verwehren kann. Natürlich hat er die ernsthaften Absichten des prominenten Brautpaares zuvor genauestens unter die Lupe genommen, hat sogar beim Kölner Kardinal Joachim Meisner die Eheerlaubnis einholen lassen, und ist schließlich zu dem Ergebnis gekommen: „Wenn sich alle Paare mit einer solch klaren Entschiedenheit zu der Ehe und einem gemeinsamen Kind bekennen würden, könnte die Kirche froh sein.“

Erstmals seit 15 Jahren, schätzt Faber, wird am Samstag also wieder ein Paar vor dem sonst wegen seiner Weitläufigkeit für solche Anlässe eher unbeliebten Hauptaltar des Stephansdoms getraut. Der vordere Teil der Kirche wird für die Ehrengäste gesperrt sein; hinter der Absperrung haben rund 4.000 Gläubige Raum, um dem Spektakel zu folgen.

Für Medienvertreter und vor allem Fotografen ist der – Gerüchten zufolge exklusiv an die deutsche Illustrierte „Bunte“ verkaufte – Gottesdienst tabu. Ausreichend Sicherheitspersonal soll dafür sorgen, dass keine Kamera heimlich in den Dom, unter Zuschauer oder etwa Ministranten, geschmuggelt wird.

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