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Vermutlich 150 Tote bei Bootsunglück im Kongo

Bei einem Bootsunglück im Kongo sind vermutlich mehr als 150 Menschen im Oubangui-Fluss ertrunken. Bisher wurden 42 Leichen geborgen. Der kongolesische Rundfunksender Radio Okapi berichtete am Freitag, 115 Passagiere des bereits Dienstag gesunkenen Bootes würden noch vermisst.

Das Boot war im Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik bei Bosobolo unterwegs gewesen, die Reisenden stammten aus beiden Ländern. Nur 22 Passagiere konnten nach Angaben örtlicher Behördenvertreter gerettet werden, die Aussicht auf weitere Überlebende ist gering.

Die Staatsanwaltschaften im Kongo und der Zentralafrikanischen Republik setzten gemeinsam eine Untersuchungskommission ein, um die Ursache des Unglücks festzustellen. Im Kongo, einem der größten Länder Afrikas, sind die meisten Menschen wegen der schlechten Infrastruktur auf Reisen per Boot oder Flugzeug angewiesen. Die Boote sind meist überfüllt, schwere Unglücke keine Seltenheit.

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