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Verliebt in Namibia

Beim ersten öffentlichen Auftritt seit der Geburt ihres gemeinsamen Kindes zeigten sich Angelina Jolie und Brad Pitt gut gelaunt und ausgeglichen.  

Mit einer Liebeserklärung an sein Gastland kündigte das Promi-Paar an, dass ihre kleine Shiloh Nouveau Namibierin werden wird. „Shiloh wird einen namibischen Pass erhalten, insofern werden wir hierher zurückkehren“, erklärte ein sichtlich ausgeglichener Brad Pitt am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Swakopmund am Atlantik. In ein paar Tagen stehe die Abreise an.

„Wir fliegen in die Staaten zurück“, kündigte Pitt an, der Ende August für Dreharbeiten zum Film „Ocean 13“ vor der Kamera stehen wird. Seine Familie werde ihn dabei begleiten, sagte der bei Schweiß treibenden 31 Grad Celsius im T-Shirt erschienene US-Schauspieler. Lebenspartnerin Angelina werde erst einmal pausieren und sich der Familie widmen. Es gebe noch keine Paten für das am 27. Mai geborene Mädchen. „Meine Mutter ist ganz verrückt danach, das Baby zu sehen“, erklärte eine strahlende Angelina Jolie der örtlichen Presse in Gegenwart von Namibias First Lady Penexupifo Pohamba.

Im ältesten Hotel der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem 1905 gebauten Hansa-Hotel, dankte das Promi-Paar den Namibiern für die freundliche Aufnahme und versprach weitere Spenden und Unterstützung – auch für die in ihrer traditionellen Umwelt bedrohten Buschleute. „Wir hätten keinen besseren Platz als diesen für die Geburt unseres Kindes wählen können“, meinte Jolie. „Wir sind beide schon zuvor durch Afrika gereist und wir mögen diesen Teil der Welt“, sagte die in einem schwarzen Kostüm erschienene Schauspielerin.

Mit einem Grinsen auf den Lippen meinte Pitt: „Namibia war eins der am besten gehüteten Geheimnisse der Welt – bis wir kamen.“ Die Sicherheit des noch ungeborenen Kindes und seiner Mutter hätten bei den Reisen durchs Land aber stets Priorität gehabt. Pitt: „Wir haben unsere Hausaufgaben vorher gemacht – wir hatten hier eine medizinische Versorgung der Spitzenklasse.“

An der Atlantikküste hatte sich das Paar in Namibia zweieinhalb Monate auf die Geburt des berühmtesten Babys in der Geschichte des Wüstenstaates vorbereitet. Shiloh Nouvel war wenige Tage vor Angelina Jolies eigenem Geburtstag am 27. Mai per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Das Hollywood-Duo hatte sich bei den Gastgebern mit Geldspenden in Höhe von 315.000 US-Dollar für die Krankenhäuser in Walvis Bay und Swakopmund sowie ein Schulprojekt bereits bedankt.

Namibias Regierung hatte trotz Protests von Menschenrechtsgruppen das prominente Paar abgeschirmt. Journalisten, die zur Berichterstattung über das Paar einreisten, mussten zuvor dessen schriftliche Genehmigung vorweisen. Jolie zeigte sich beeindruckt, dass selbst Namibier das Ausspähen ihrer Privatsphäre missbilligt hätten. „Man hat sogar die Kinder innerhalb des Hauses im Pyjama fotografiert“, empörte sie sich und verteidigte die Abschirmung ihres Feriendomizils mit dem Wunsch nach einer „friedlichen Geburt“.

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