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Verletzter bei Bombenanschlag

Schwerer Zwischenfall in Italien: Eine Paketbombe mit großer Sprenkraft ist am Freitag in der Nähe der Polizeistation der Stadt Perugia explodiert.

Ein Polizist wurde dabei schwer verletzt, meldete das italienische Staatsfernsehen RAI.

Die Ermittler verdächtigen Anarchistenkreise des Anschlags. In den vergangenen Monaten waren in Rom und in anderen italienischen Städten mehrere Paketbomben explodiert, die an Polizeistationen gesendet wurden. Dabei waren auch einige Polizisten teilweise schwer verletzt worden.

Die Paketbombe war der Besitzerin einer Tankstelle in Perugia zugeschickt worden. Diese hatte Drähte im Paket gesehen und es der Polizei gebracht. Der Polizist, der die Briefbombe öffnete, wurde bei der Explosion verletzt. Ermittlungen wurden in Anarchistenkreisen eingeleitet.

In Italien sind anarchistische Untergrundorganisationen in den Sog der Ermittlungen geraten, seitdem Briefbomben an den EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi in Bologna, an den Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, an dem Sitz von Eurojust in Den Haag und an andere EU-Abgeordnete gesendet wurden. Verletzt wurde dabei niemand.

Von Bologna aus wurden alle präparierten Postsendungen an EU-Vertreter und EU-Behörden vor und nach Weihnachten abgeschickt. Im November hatte sich ein römischer Polizist bei der Öffnung einer Brandsatz-Sendung im Gesicht verbrannt. Innenminister Giuseppe Pisanu warnte daraufhin vor einem Wiedererstarken des Terrorismus in Italien.

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