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Verletzte bei Verpuffung in Stahlwerk Donawitz

Wie es zu der Explosion gekommen ist und wieviele Verletzte es gab, ist noch unklar.
Wie es zu der Explosion gekommen ist und wieviele Verletzte es gab, ist noch unklar. ©EPA (Themenbild)
Ein Kranfahrer ist am Dienstagnachmittag bei einer heftigen Verpuffung im Stahlwerk Donawitz der Voest Alpine im obersteirischen Leoben verletzt worden. Sechs seiner Kollegen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins LKH Leoben gebracht.


Laut Konzernsprecher Peter Felsbach dürfte es zu dem Unglück beim Verarbeitungsprozess in einer Schmelzpfanne gekommen sein. Dabei wird in der Pfanne geschmolzenes Roheisen bei einer Temperatur von rund 1.450 Grad Celsius aus dem Hochofen gezogen und von einem Kran aus Schrott dazugegeben. Dadurch dürfte die Verpuffung entstanden sein. Laut Einsatzleitung hat der Kranfahrer eine “stumpfe Verletzung” im Bauchbereich sowie eine Rauchgasvergiftung erlitten. Lebensgefahr bestand nicht.

Zu dem Unfall soll es gegen 16.00 Uhr gekommen sein, knapp danach waren die Rettungskräfte alarmiert. Der Kranführer hatte sich zum Zeitpunkt des Unglücks laut Rotkreuz-Einsatzleiter Josef Himsl in seiner Kabine befunden. Wovon der Kranfahrer getroffen worden war, habe sich noch nicht genau feststellen lassen. Laut Felsbach müssen alle Arbeiter im Bereich der Schmelze Schutzkleidung tragen, zudem sei das Kranführerhaus mit Plexiglas ummantelt. “Das hat gehalten”, so Felsbach, allerdings habe sich die Tür verzogen, weshalb der Verletzte von den Einsatzkräften geborgen werden musste. Die sechs Arbeiter hatten sich in der Nähe der Schmelzpfanne aufgehalten – zwei haben eine leichte Rauchgasvergiftung, die anderen vier wurden zur Vorsicht ins Spital gebracht.

Aus Sicht des Roten Kreuzes war der Einsatz gegen 17.30 Uhr beendet, lediglich die Feuerwehr hatte noch Sicherungsarbeiten durchzuführen, wie Himsl auf APA-Anfrage mitteilte. Der Voest Alpine zufolge wurden Kran und Fassade der Werkshalle beschädigt.

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