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Verdächtiger nach Skimming-Attacken an Grazer Bankomaten gefasst

Vorsicht am Bankomat ist immer gefragt.
Vorsicht am Bankomat ist immer gefragt. ©APA / Symbolbild
Ein rumänischer Bankomat-Betrüger ist der Polizei ins Graz ins Netz gegangen. Der 42-jährige Verdächtige wurde nach zahlreichen "Skimming"-Attacken in der Steiermark sowie anderen Bundesländern bei der Demontage des Lesegeräts auf frischer Tat ertappt. Nach einem zweiten Täter, der für die rund 43.000 Euro Schaden Mitte April verantwortlich sein soll, wird noch gefahndet, hieß es am Dienstag seitens der Sicherheitsdirektion Steiermark.

Graz. Die Täter hatten Mitte April 2012 zwei Grazer Bankomaten im Bezirk Lend unbemerkt mit einem Vorsatzlesegerät – Skimmer (“Abschöpfer”) – ausgestattet. Die Geräte machten auch Videoaufzeichnungen der Eingabe der PIN-Daten, die folglich ausgespäht und kopiert wurden. In der Dominikanischen Republik, Mexiko und den USA wurden mit hergestellten Kartenduplikaten kurz darauf rund 43.000 Euro behoben. Weitere Behebungsversuche über insgesamt etwa 112.000 Euro konnten aufgrund ergriffener Sicherheitsmaßnahmen des Bankomatbetreibers verhindert werden.In Folge beobachtete die Polizei die Vorgänge in Grazer Bankfilialen und stieß am 12. Mai auf den beschäftigungslosen Rumänen, wie er gegen 7.45 Uhr ein Skimminggerät demontierte. Danach klickten für den 42-Jährigen die Handschellen. Das Lesegerät wurde sichergestellt, doch sein Komplize ist noch auf freiem Fuß. Er soll mit veröffentlichten Fotos aus der Überwachungskamera gefunden werden. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Skimming-Versuche auch in anderen Bundesländern

In Ober- und Niederösterreich, Salzburg und Wien gab es im fraglichen Zeitraum ähnliche Vorgänge, die mit denen in Graz zusammenhängen dürften. Dort soll es aber nach derzeitigem Stand der Ermittlungen bei Versuchen geblieben sein. Die Vorgangsweise der Täter ist beim Skimming meist die selbe: Die Magnetspur der Karte wird durch das Vorsatzgerät gelesen und gespeichert. Manchmal werden die Daten an ein Notebook, neuerdings auch per GSM an ein Handy übermittelt. Die PIN-Eingabe wird mittels Minikamera oder eine über das Tastenfeld geklebte Attrappe aufgezeichnet und ebenfalls gespeichert oder übermittelt. Durch die nun vorhandenen Daten wird eine Kopie der Bankkarte angefertigt und Geld behoben. (APA)

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