Veranstaltungsreihe: Dorfgespräche

Schruns - Die achtteilige Reihe über den Strukturwandel in der Alpenregion wird am 18. März mit dem Dorfgespräch in Schruns unter dem Titel "Stille Reserven" fortgesetzt.

Stall, Stadel und Scheune, traditionsreiche Grundtypen unserer Baukultur, verlieren durch den Strukturwandel zunehmend an Funktion. Vor allem in den Dörfern und Landschaften des Alpenraums stehen immer mehr dieser Agrarbauten leer, werden umgenutzt, abgerissen oder verfallen. Und dies ist nur eines der Zeitzeichen, die von der Auflösung der über Jahrhunderte gewachsenen Orts-, Siedlungs- und Landschaftsbilder erzählen.

Ausstellung und Veranstaltungsreihe

Das vai möchte die rasanten Veränderungen mit zwei Projekten ins Bewusstsein rücken: Mit einer Ausstellung im vai und mit einer Veranstaltungsreihe in den Talschaften des Landes. Während die Ausstellung „Der nicht mehr gebrauchte Stall“ die Architektur und Soziologie des Stalls in Graubünden, Südtirol und Vorarlberg erkundet und länderübergreifend Bilanz zieht in den drei topografisch ähnlichen, aber kulturell unterschiedlichen Regionen, möchte die begleitende Veranstaltungsreihe Orientierung geben und zum Handeln anregen.

Reihe „Dorfgespräche“

Unter dem Titel „Dorfgespräche“ bietet das vai ab Ende Februar in den acht Talschaften Vorarlbergs ein offenes Diskussionsforum für die Bevölkerung und die Akteure in den Gemeinden an. Fachleute mit Bezug zur Alpenregion – namhafte Architekten und Kulturschaffende – sind eingeladen, die Veranstaltungen in den Regionen Bregenzerwald, Arlberg, Klostertal, Montafon, Großwalsertal, Brandnertal, Walgau und Rheintal zu gestalten. Ziel ist ein interdisziplinärer, grenzübergreifender Dialog mit Gästen aus vier Alpenländern: Deutschland, Schweiz, Italien und Österreich.

18. März in Schruns

Unter dem Titel „Stille Reserven“ setzt der Themenabend am 18. März in Schruns die Reihe der Dorfgespräche fort. Wolfgang Pöschl, Architekt aus Mils (Tirol) und Giovanni Netzer, Leiter des Kulturfestivals Origen in Savognin (Graubünden) diskutieren über die Wiederbelebung der Ställe. Von ihrer ursprünglichen Funktion entbunden, werden sie – so wie alte Burgen oder vergessene Kirchen – offen für neue Inhalte, wobei das Alte, das kulturelle Erbe dennoch durchscheint. Wie lassen sich diese Schauplätze voll inspirierender Kraft retten?

Die Statements der beiden Gäste sowie die Diskussion mit dem Publikum fragen nach den Folgen des Stall-Sterbens im Montafon und nach möglichen Strategien im Umgang mit den nicht mehr gebrauchten Agrarbauten. Die Diskussionsleitung liegt bei Andreas Rudigier, dem Leiter der Montafoner Museen.

 

Übersicht Veranstaltungsreihe

Fr 18|03 19:00 Stille Reserve
Schruns, Heimatmuseum

Do 24|03 19:00 Tenne und Tatami
Alberschwende, Messmerstadel

Do 31|03 19:00 Mit dem Architekt über Feld
Thüringerberg, Feuerwehrhaus

So 03|04 17:00 Neues Wohnen für die Geiß
Braz, Hotel Traube

Fr 08|04 19:00 Die Zeugen der Einsamkeit und ihre Kinder
Nenzing, Artenne

So 10|04 17:00 Das Fremde im Eigenen
Brand, Walserensemble

Do 28|04 19:00 Nichts ist ewig
Dornbirn, Vorarlberger Architektur Institut

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