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Venezuela verstaatlichte Zuckerfabriken

Venezuelas linksgerichtete Regierung hat die Verstaatlichung zweier Zuckerfabriken eingeleitet und deren Anlagen im Nordwesten und Westen des Landes am Mittwoch vorübergehend besetzen lassen. Agrarminister Elías Jaua begründete den Schritt in einem Fall damit, dass die Produktion unerlaubt still gelegt worden sei. Dadurch seien rund 1000 Arbeiter auf die Straße gejagt worden, sagte Jaua.

Die Fabriken gingen nun in Staatshände über, so Jaua. Präsident Chavez habe die Besetzung und Enteignung gebilligt.

Dabei handelt es sich um die Zuckerfabriken “Venezuela” im nordwestlichen Bundesstaat Zulia und “Tachira” im gleichnamigen Bundesstaat im Westen des südamerikanischen Landes. “Tachira” wird mit kolumbianischen Kapital betrieben. Nach Angaben des Verbandes der Zuckerrohranbauer tragen beide lediglich 3,7 Prozent zur nationalen Zuckerproduktion bei. Die Produktion beider Fabriken lag in der Ernte 2008/2009 bei 21.760 Tonnen Zucker.

Erst kürzlich hatte die Regierung auf der Karibik-Insel Margarita ein Ferien-Ressort der US-Kette Hilton enteignet. In Venezuela wird seit Monaten die Verstaatlichung vorangetrieben, die aber bisher vor allem auf Unternehmen der Öl- und Energiebranche abzielte.

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