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Venezuela: Co-Pilot beim Absturz als Kellner tätig

Bei der vergangene Woche in Venezuela abgestürzten Maschine von West Caribean Airways gab es nach Angaben eines Augenzeugen bei vorangegangenen Flügen Unregelmäßigkeiten beim Einsatz des Personals.

Bei einem Flug vor dem Absturz habe beispielsweise der Co-Pilot des Flugzeugs gleichzeitig auch als Stewart gearbeitet, sagte ein Passagier der Maschine der Nachrichtenagentur AFP in Fort-de-France auf Martinique.

Bei einem Flug von Panama nach Martinique habe der Co-Pilot zwischenzeitlich geholfen, das Essen zu servieren. Bei dem Absturz des Flugzeugs der kolumbianischen Gesellschaft waren in Venezuela 160 Menschen getötet worden, darunter 152 Menschen von der zu Frankreich gehörenden Insel Martinique.

Der Augenzeuge war eine Woche vor dem Absturz mit demselben Flugzeug von Panama nach Martinique gefolgen. „Ich wurde aufmerksam, weil die Stewardess, die genau hinter mir die Essenstabletts vorbereitete, immer in Richtung Cockpit schaute“, sagte der Mann, der nicht genannt werden wollte und einen hohen Posten in der Verwaltung der Hauptstadt von Martinique bekleidet. „Dann habe ich gesehen, wie aus dem Cockpit ein junger Mann kam, der ihr beim Bedienen half.“

Danach sei dieser ins Cockpit zurückgekehrt. „Damals habe ich das komisch gefunden, aber ich dachte, er sei Steward und wollte nur mit den Piloten sprechen.“ Nach dem Unfall habe er aber dann das Foto des Co-Piloten gesehen und ihn „sofort erkannt“.

Der Toten des Fluges wird am Mittwoch in Fort-de-France mit einer großen Trauerfeier gedacht, zu der tausende Menschen erwartet werden. Auch Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac nimmt an der Zeremonie teil.

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