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Vatikan verurteilt Präventivkrieg und Homo-Ehe

Der Vatikan verurteilt in seinem angekündigten „Sozialen Katechismus“ den Präventivkrieg ohne internationale Autorisierung und erteilt erneut jeder Form der Homosexuellen-Ehe eine Absage.

Zugleich betone das 500 Seiten starke Dokument, das ausdrücklich auch an katholische Politiker gerichtet sei, dass sich staatliche Gesetzgebung an christlicher Moral zu orientieren habe. Die Moral „gründet sich auf Gott, der oberstes Prinzip und letzte Instanz ist“, zitiert die römische Zeitung „La Repubblica“ (Donnerstag-Ausgabe) das „Lexikon der Ethik“.

Die Familie sei die natürliche soziale Einheit und sei entscheidend für die Entwicklung des Individuums, heißt es weiter. Die Ehe sei ein Sakrament, Eheleute könnten daher nicht mit unverheiratet zusammenlebenden Paaren gleichgesetzt werden. Allerdings fordere der Vatikan, Frauen sollten im Arbeitsleben Karriere machen können, ohne gleichzeitig die Familie aufgeben zu müssen.

Der „Soziale Katechismus“ soll nach sechsjähriger Arbeit vom Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden (Iustitia et Pax) in der nächsten Woche offiziell veröffentlicht werden. Er sei deutlich vom sozial-konservativen Denken von Papst Johannes Paul II. geprägt, meint das römische Blatt.

Beim Thema Krieg und Frieden halte der Vatikan am Recht auf Selbstverteidigung fest. Ein Präventivkrieg ohne den klaren Beweis einer tatsächlichen Bedrohung würde aber schwere moralische rechtliche Fragen nach sich ziehen. Mit Blickrichtung auf die Vereinten Nationen heißt es, lediglich die zuständigen internationalen Organisationen hätten die Autorität, militärische Operationen zu legitimieren. Zugleich enthalte der Katechismus ein klares Bekenntnis zur Demokratie und zum Umweltschutz.

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