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Variantensuche in der Zielgeraden

©VOL Live/Philipp Steurer
Lustenau - Verkehrslösung im Rheintal: Eine Reduzierung auf ein paar wenige Entlastungsvarianten erfolgt im Oktober.
Die Rheinvorland-Variante

Für den Sommer dieses Jahres war der dritte Zwischenbericht des konsensorientierten Planungsverfahrens für eine Verkehrslösung im unteren Rheintal, kurz auch „Mobil im Rheintal“ genannt, vorgesehen. Nun wird es ­Oktober. „Weil sich aus der Diskussion heraus immer wieder neue Denkansätze ergeben“, ist die gängige Begründung dafür. Neue Denkansätze gehen dabei nicht selten aus alten, bereits bekannten, Ideen hervor. Klar scheint: Teil einer wirksamen Verkehrsentlastung muss der Bau einer Umfahrungsstraße im Bereich Lustenau sein. „Aber wir behalten trotzdem auch noch Varianten im Auge, die derzeit zurückgestellt sind“, betont Projektleiter Christian Rankl. Bezüglich Umfahrungsstraße wurden bei der letzten Sitzung des Regionalforums verschiedene Varianten ins Spiel gebracht: Westlich, östlich und nun auch wieder nördlich von Lustenau stehen Trassen zur Diskussion. „Die Westvariante entlang des Rheinvorlandes wird ab sofort auf ihre Vereinbarkeit mit dem Hochwasserschutz hin geprüft“, informiert Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer. „Dazu gibt es intensive Gespräche mit unseren Nachbargemeinden, auch jenen in der Schweiz, mit dem gemeinsamen Ziel, eine Bestvariante zu finden“, so Fischer. Symbolträchtig in diesem Zusammenhang der Schauplatz der Regionalforums-Sitzung: Diese fand im schweizerischen Rebstein statt.

Auf Lösung gedrängt

Auf eine baldige Lösung drängt der Höchster Bürgermeister Werner Schneider. „Die große Einigkeit sehe ich noch nicht. Aber wir werden nicht ewig reden können. Einmal muss man sagen: Das ist es nun. Ich hoffe, dass wir bei der Präsentation des dritten Zwischenberichts ein wesentliches Stück weiter sind.“ Eine ähnliche Meinung vertritt Bürgeraktivistin Karina Lechtaler. „Ob West, Ost oder Nord – es muss eine Entlastung geben. Und je eher, desto besser.“ Kritik übt Lechthaler am Ver­kehrsplaner Hermann Knofl­acher. „Zuerst kommt er mit der Westvariante, und wenn es ins Detail gehen sollte, hört man nichts mehr von ihm.“ Dass jedwelcher Lösungsvorschlag auf Kritik treffen wird, ist Projektleiter Christian Rankl klar. Ebenso klar wie die Qualitätskriterien einer gewählten Variante: Sie muss verkehrswirksam sein, raumplanerisch, wasser- und naturschutzrechtlich verträglich und in einem vertretbaren Kostenrahmen. Auch müsse die gewählte Ent­lastungsstraße ideal kombinierbar sein mit Maßnahmen für den öffentlichen Verkehr.

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