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Van Gogh bringt Albertina "eine Sternstunde"

Es ist, wie sich Museumschef Klaus Albrecht Schröder ausdrückt, "wieder eine Sternstunde der Albertina". Am Donnerstag wird eine Schau eröffnet, die "einen der ganz Großen der Kunstgeschichte, einen, der die Tür ins 20. Jahrhundert ausgestoßen hat" präsentiert.

“Van Gogh – Gezeichnete Bilder” soll “den ganzen Van Gogh als künstlerische Einheit” präsentieren, sagte Schröder bei der Presseführung.

Es ist die erste umfassende Van-Gogh-Präsentation in Österreich seit 50 Jahren. Die Albertina zeigt 140 Exponate, davon 51 Gemälde und 89 Zeichnungen. Der Hauptbestand kommt aus dem Van Gogh Museum in Amsterdam, dem die Albertina 2005 quasi als Vorleistung eine schöne Egon Schiele-Schau ermöglicht hatte.

Mit einem Versicherungswert von drei Milliarden Euro soll die Schau die wertvollste sein, die in der Zweiten Republik zu sehen war, viele Werke werden durch Sicherheitsglas vor unliebsamen “Fingerzeigen” geschützt. Mit Sicherheit ist diese Ausstellung, auch international die größte Van Gogh-Schau seit der niederländischen Doppel-Ausstellung zum 100. Todesjahr 1990, ebenso ein touristisches Ereignis. Die 400.000 bis 450.000 Besucher, die zum Decken der Unkosten notwendig sind, scheinen bis zum Finale am 8. Dezember keineswegs utopisch. Auch ein Rekord könnte fallen: Bisher liegt die “Dürer”-Schau – die 2003 ebenfalls in der Albertina stattfand – im österreichischen Ausstellungs-Ranking voran.

In acht Räumen erwartet die Besucher eine chronologisch aufgebaute Schau, die in den Wandfarben die künstlerische Entwicklung nachzuvollziehen sucht: Vom dunklen Grün als Hintergrund der düster gehaltenen ersten Landschaften und Porträts des künstlerischen Spätzünders Vincent van Gogh, bis zum Hellgrau und Orange als Hintergrund für jene bekannten Farb- und Pinselstrich-Kombinationen, die seither zu Ikonen der Modernen Kunst wurden.

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