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USA: Zusammenbruch einer Straße

Albtraum für Tausende Pendler im Raum San Francisco: Nach der Explosion eines Tanklastwagens ist eine viel befahrene Hochstraße zusammengebrochen.

Montag früh (Ortszeit) nach dem Unglück staute sich der Verkehr auf dem stark befahrenen Autobahndreieck und vielen Zufahrtsstraßen deutlich länger als gewöhnlich, berichtete der Radiosender KCBS. Um totales Chaos zu vermeiden, hatten die Behörden Sonderzüge und mehr Busse und Fähren bereitgestellt, die kostenlos benutzt werden konnten.

Der Unfall ereignete sich ausgerechnet an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt direkt bei Oakland an der Bucht von San Francisco. Dort laufen drei Autobahnen zusammen – Zubringer zur Bay Bridge, der großen Brücke zwischen Oakland und San Francisco. Das Unglück geschah Sonntag früh bei wenig Verkehr. „Es hätte viel schlimmer kommen können“, sagte Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger bei der Besichtigung der Unglücksstelle. Er rief den Notstand aus, um die Aufräum- und Reparaturarbeiten mit Hilfe von Bundesmitteln zu beschleunigen.

Nach Medienberichten stürzte der Tankwagen mit 32.000 Litern Benzin möglicherweise wegen überhöhter Geschwindigkeit in einer Kurve um und ging in Flammen auf. Die Hitze brachte die Stahlteile der Brückenkonstruktion zum Schmelzen, so dass ein etwa 80 Meter langer Abschnitt auf die darunter liegende Straße krachte. „Es sah wie ein riesiges geschmolzenes Stück Plastik aus“, sagte ein Augenzeuge.

Der Tankwagenfahrer erlitt leichte Verbrennungen. Der 51 Jahre alte Mann war nach eigenen Angaben sofort aus der Fahrerkabine geklettert und von der Unglücksstelle weggerannt, bevor der Wagen explodierte. „Er hatte Brandblasen an den Händen. Seine Haare waren versengt“, zitierte der „Chronicle“ einen Taxifahrer, der dem Mann zu Hilfe gekommen war.

Berufspendler müssen sich auf Monate hinaus auf ein Verkehrschaos einstellen, da täglich mehr als 70.000 Autofahrer die Zubringer zur Bay Bridge nutzen. Der Schaden liegt nach Schätzungen weit über zehn Millionen Dollar (7,3 Millionen Euro). Die Reparaturen werden Experten zufolge bis zu einem halben Jahr dauern.

Bei dem schweren Loma-Prieta-Erdbeben im Oktober 1989 war nahe der Unglücksstelle vom Sonntag eine doppelstöckige Schnellstraße eingestürzt. Der Erdstoß hatte auch ein Stück der zweistöckigen Bay Bridge einbrechen lassen. Insgesamt starben bei dem Erdbeben 67 Menschen, die meisten davon in den Straßentrümmern.

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