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USA: Wieder Debatte um Irak-Einsatz

Angesichts der Zahl von inzwischen 2.000 toten US-Soldaten im Irak ist die Debatte über den Sinn des US-Militäreinsatzes erneut aufgeflammt. Denn der Einsatz werde noch "mehr Opfer" fordern.

„Zweitausend Amerikaner haben jetzt ihr Leben im Irak verloren“, sagte der demokratische Abgeordnete James McGovern am Dienstag in Washington im US-Senat. „Es wird Zeit, diesen Krieg zu beenden.“

US-Präsident Bush erteilte Forderungen nach einem schnellen Abzug der US-Truppen aus dem Irak erneut eine Absage. Der Einsatz werde noch „mehr Opfer“ fordern. Die bekannte Kriegsgegnerin Cindy Sheehan rief zu zivilem Ungehorsam auf, um einen Truppenabzug zu erwirken. Der US-Senat legte eine Schweigeminute für die Toten ein.

Der Einmarsch im Irak beruhe auf einer Erfindung, sagte der Demokrat McGovern. „Es hat keine Massenvernichtungswaffen gegeben und keine Verbindungen zu (dem Terrornetzwerk) Al Kaida. Es hat keine unmittelbare Bedrohung gegeben.“ Die USA hätten bisher mehr als 300 Milliarden Dollar (250 Milliarden Euro) für den Krieg ausgegeben, „und es ist kein Ende in Sicht.“

Der Demokrat Frank Lautenberg rief Präsident Bush zu einem schnellen Abzug der Truppen aus dem Irak auf. Nötig sei ein „präziser, realistischer Plan“, der es „endlich“ erlaube, den Irakern die Macht zu übertragen, sagte er. Bush erteilte solchen Forderungen erneut eine klare Absage. „Dieser Krieg wird mehr Opfer, mehr Zeit und mehr Entschlossenheit fordern“, sagte er bei einem Besuch des Luftwaffenstützpunkts Bolling im US-Bundesstaat Alabama. Die beste Art und Weise, den bisher gestorbenen US-Soldaten Ehre zu erweisen, sei, die Mission zu beenden, fügte Bush hinzu.

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