USA: Veto gegen Stammzellen-Gesetz

US-Präsident Bush hat eine höhere staatliche Förderung der embryonalen Stammzellenforschung mit seinem Veto blockiert. Gesetz überschreite "moralische Grenze".

„Dieses Gesetz würde es unterstützen, unschuldiges menschliches Leben zu nehmen in der Hoffnung darauf, medizinische Vorteile für andere zu finden“, sagte Bush. „Es überschreitet eine moralische Grenze, die unsere Gesellschaft respektieren muss – deswegen lege ich mein Veto ein.“

Bush gab sein Veto umgeben von 18 Familien bekannt, die “übrig gebliebene“ Embryonen anderer Paare zur Erfüllung ihres Kinderwunsches adoptierten“. Mit Blick auf diese Kinder sagte Bush: „Jedes dieser Kinder war noch ein Embryo, als es adoptiert und mit einer Chance gesegnet wurde, zu wachsen und in einer liebenden Familie aufzuwachsen. Diese Jungen und Mädchen sind keine Ersatzteile.“

Es ist Bushs erstes Veto in seiner sechsjährigen Amtszeit. Der Senat hatte das Gesetz zur staatlichen Unterstützung der embryonalen Stammzellenforschung am Dienstag mit 63 gegen 37 Stimmen gebilligt. Damit würden vier Stimmen an der nötigen Zweidrittelmehrheit fehlen, um Bushs Veto zu überstimmen.

Auch das Repräsentantenhaus hatte schon für die Ausweitung der Forschung an embryonalen Stammzellen gestimmt, dort gibt es ebenfalls nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit zu Überstimmung des Vetos. Gegner der Stammzellenforschung wie Bush sind der Ansicht, dass der Steuerzahler nicht zur Finanzierung einer Wissenschaft gezwungen werden darf, die in ihren Augen einen Angriff auf ungeborene Babys darstellt.

Viele Abgeordnete meinen aber, dass medizinische Möglichkeiten zur wirksamen Behandlung von schweren Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson genutzt werden müssten. Zu den Befürwortern der embryonalen Stammzellenforschung gehören auch prominente Republikaner wie Nancy Reagan und der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger.

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