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USA und Weltmeister Spanien im Basketball-Finale

Das Traumfinale ist perfekt. Weltmeister Spanien stellt sich am Sonntag im Basketball-Turnier der Herren als letzte Hürde zwischen den Olympia-Topfavoriten USA und dessen Pflicht, vier Jahre nach der Blamage von Athen Gold zu holen. 

Während sich die Spanier im Halbfinale in Peking gegen Litauen zu einem 91:86 (40:42) mühten, revanchierten sich die US-Amerikaner mit 101:81 (49:40) an Titelverteidiger Argentinien.

Vor vier Jahren in Athen hatten die Argentinier die US-Stars im Halbfinale noch ausgeschaltet und damit eine nationale Katastrophe ausgelöst. Nach Peking waren die US-Amerikaner aber mit einem seit dem “Dream Team” von 1992 an Stars nicht zu überbietenden Ensemble angereist, dem bisher kein einziges Team ernsthaft hatte Paroli bieten können. Auch die Argentinier lagen schon vor der Pause mit mehr als 20 Punkten zurück.

< Allerdings hatten die Südamerikaner früh ihren Superstar verloren. Manu Ginobili, der beste Werfer des Turniers, zog sich bereits im ersten Viertel eine Knöchelverletzung zu. Sein Landsmann Luis Scola erzielte daraufhin zwar 28 Punkte, vermochte die US-Übermacht aber nicht im Alleingang zu stoppen. Carmelo Anthony führte den Topfavoriten mit 21 Zählern an, die Superstars LeBron James und Kobe Bryant markierten 15 bzw. 12 Zähler.

Die Spanier waren gegen den im Turnierverlauf bisher beeindruckend starken EM-Dritten Litauen sogar noch nach drei Vierteln 62:66 zurückgelegen, dann übernahm NBA-Star Pau Gasol das Kommando. Der 28-Jährige führte sein Team mit 19 Punkten an, Shooting Guard Rudy Fernandez steuerte weitere 18 Zähler bei. Die Litauer unterlagen zum fünften Mal in Serie in einem Olympia-Halbfinale. Am Sonntag (6.00) geht es gegen Argentinien um Bronze.

In den Schatten gestellt wird dieses Duell aber vom großen Finale, in dem die Spanier ihre Mini-Chance gegen die körperlich überlegenen US-Amerikaner wahrnehmen wollen. “Wir haben eine Chance. Ich weiß nicht, wie viele Prozent. Aber wir haben eine Chance”, versicherte Teamchef Aito Garcia Reneses. “Im Finale zu sein, davon haben wir alle geträumt”, ergänzte Gasol.

In der Vorrunde hatte der Weltmeister gegen den Rekord-Olympiasieger allerdings eine herbe 82:119-Pleite kassiert. Zudem dürfte den Spaniern weiterhin ihr Spielmacher Jose Calderon fehlen. Der 26-Jährige von den Toronto Raptors laboriert an Adduktorenproblemen, damit wird der erst 17-jährige Jungstar Ricky Rubio mehr Verantwortung erhalten. Spanien war bereits im Olympia-Finale 1984 in Los Angeles den USA unterlegen. Die US-Herren haben bisher zwölfmal Olympia-Gold gewonnen.

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