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USA: Terror-Verdächtige bekannte sich schuldig

Der Australier David Hicks hat sich vor einem Sondertribunal im US-Gefangenenlager Guantanamo für schuldig erklärt. Der als "australischer Taliban" soll mit den Taliban und der Al Kaida in Afghanistan zusammengearbeitet haben.

Sein Militärverteidiger sagte am Montag dem Richter Kohlmann, der 31-Jährige Hicks werde die Anklage „Unterstützung des Terrorismus“ nicht anfechten.

Der australische Außenminister Alexander Downer begrüßte in Sydney die Aussage Hicks’. „Ich bin froh, dass es die Geschichte zu einem Ende kommen wird“, sagte Downer australischen Medien. Der Fall Hicks ist in Australien mittlerweile zu einem großen politischen Thema geworden.

So ist die Öffentlichkeit immer empörter darüber, dass Hicks seit fünf Jahren ohne Prozess im in Guantanamo einsitzt. Durch sein Schuldeingeständnis kann Hicks nach US-Medienberichten damit rechnen, dass sich Anklage und Verteidigung auf ein Strafmaß unterhalb von 20 Jahren einigen. Eine solche Einigung könnte dazu führen, dass Hicks in die Obhut der Behörden seines Heimatlands Australien übergeben wird, ohne von dem umstrittenen Militärtribunal verurteilt zu werden.

Die US-Regierung will nach Andeutungen des Pentagons 60 bis 80 der noch etwa 385 Gefangenen in Guantanamo Bay den Prozess machen. Sie alle werden dort zum Teil schon seit Jahren als „feindliche Kämpfer“ festgehalten, ohne dass auch nur Anklage gegen sie erhoben wurde. Der Umgang mit den Gefangenen, die nach eigenen Angaben zum Teil bei Verhören auch gefoltert wurden, hat zu scharfer internationaler Kritik geführt.

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